Fachthemen › Soziales › Gartenfreund schreibt Drehbücher
(01.11.2007, Thomas Wagner)

Gartenfreund schreibt Drehbücher

Marco Dülgerow, Vorsitzender des Kleingärtnervereins Wiek auf Rügen, ist nicht nur ein großer Gartenfreund.

Er beschäftigt sich seit Jahren mit zeitgeschichtlichen Fragen und Problemen und verfasste bereits eine Vielzahl von Drehbüchern zu gesellschaftskritischen und historischen Themen, unter anderem die Geschichte eines jüdischen Wehrmachtssoldaten. Erstmals zur diesjährigen Frankfurter Buchmesse ist das spannende Drehbuch über die Geschichte des Georg Stahl durch den Roman von Dr. Maren Ernst mit dem Titel „Nie wieder Deutschland?“ veröffentlicht worden und auf große Resonanz gestoßen. Das Werk ist deshalb besonders empfehlenswert, weil bisher wenig bekannte Zusammenhänge deutscher Geschichte dargestellt werden.

Worum es geht
„Nie wieder Deutschland?“ Die Geschichte eines jüdischen Wehrmachtssoldaten
Anna lernt im Rahmen eines Versöhnungsprogramms in San Francisco eine jüdische Familie kennen. Das Treffen mündet in tiefer Freundschaft. Nach einem Besuch in den USA macht sich Anna daran, die Geschichte von Georg Stahl zu recherchieren, dessen Spuren sich während des zweiten Weltkrieges verloren hatten. Sie stößt dabei auf die Schicksale Tausender Juden, die versuchten, sich der Verfolgung durch die Schergen Hitlers dadurch zu entziehen, dass sie als Soldaten in der Wehrmacht untertauchten. Wie andere Soldaten auch kämpften sie an der Front. Anna stößt auf Mosaiksteine von Georgs Leben und dessen Familie.

Georg Stahl erlebte als Jugendlicher mit, wie sich sein jüdischer Großvater, ein angesehener Bankier, während der Enteignung und Zwangsräumung der Villa erschoss. Seine Eltern und er als Halbjude blieben noch eine Zeitlang von der Verfolgung verschont. Unterstützt von seinem Vater entschloss sich Georg, in die Wehrmacht zu gehen. Dort wurde er wegen seiner hervorragenden Leistungen im Polenfeldzug und in Dünkirchen ausgezeichnet und machte rasch Karriere als Offizier. In Berlin weigerte sich der Vater Georgs, seine Ehe mit der jüdischen Mutter von Georg annullieren zu lassen, was beide ins KZ Auschwitz brachte. Sie überlebten das Lager nicht. Während eines der letzten Transporte von Juden in ein Vernichtungslager geriet Georg in US-amerikanische Gefangenschaft, von wo aus er letztlich mit Hilfe seiner großen Liebe, einem Mitglied der Résistance, in die USA auswandern konnte.

_________________________________________________________________________
Link: Mehr zum Buch hier: www.m-c-p-gmbh.de


Enwicklung & Hosting durch zehn245.net - medienbüro oelke