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(16.11.2008, Werner Bolder)

Gedanken zum Jahreswechsel 2008/2009

Liebe Gartenfreundinnen und Gartenfreunde, auch in diesem Dezember möchte ich Ihnen einige Gedanken über Ereignisse des laufenden Jahres und mögliche Entwicklungen im nächsten Jahr mitteilen.

 

Ein Höhepunkt im Jahre 2008 war die Mitgliederversammlung unseres Verbandes am 26. April in Soest.

Der für uns zuständige Umweltminister Ekkehard Uhlenberg hielt die Festrede zum Thema „Die Zukunft des Kleingartenwesens in NRW“. Matthias Krahnke wurde nach mehr als 30jähriger Vorstandstätigkeit verabschiedet und für seine hervorragenden Verdienste um das Kleingartenwesen zum Ehrenmitglied unseres Landesverbandes ernannt.

Auf dieser Versammlung wurden auch weitere wichtige personelle Veränderungen im Vorstand vorgenommen. Nachfolger von Matthias Krahnke wurde der bisherige Landesfachberater Wilhelm Spieß. Sein Nachfolger wurde Ludger Niermann und Nachfolger von Wilhelm Kallerhoff als Beisitzer wurde Michael Schöneich.

Besonders gefreut hat mich aber, dass wir auf dieser Versammlung die Zukunftsfähigkeit unseres Verbandes durch eine Beitragserhöhung sichern konnten. Die große Mehrheit der Delegierten stimmte nach vorangegangener intensiver, mehr als 2 jähriger Diskussion, dem Kompromissvorschlag des Vorstandsrates zu. Jeder Parzellenpächter zahlt ab dem 1.1.2009 5€ pro Jahr mehr an den Landesverband. Bemerkenswert an diesem Ergebnis ist für mich, dass die unterlegenen Verbände diesen Beschluss selbstverständlich anerkannten.

Weitere Höhepunkte in diesem Jahr waren unsere Kontakte zu unseren Freunden im östlichen Ausland.

  • Im Mai besuchte eine Delegation unseres Verbandes unsere Freundinnen und Freuden des polnischen Kleingärtnerverbandes in Poznan. Durch Gespräche mit Abgeordneten des Selm, Landräten und Bürgermeistern konnten wir dort dabei helfen, Hinweise und Tipps zur Sicherung des kleingärtnerisch genutzten Pachtlandes in Polen zu geben. Nach der Wende sind auch dort die Begehrlichkeiten, diese Flächen anderweitig zu nutzen, gestiegen.

  • Im August hatten wir den Besuch einer hochkarätig besetzten Delegation aus Weißrussland zu Gast. Mitarbeitern des Nadeshda-Projektes, aber auch eine Reihe weiterer, am Garten interessierter Menschen, haben wir nicht nur das Kleingartenwesen in Westfalen und Lippe gezeigt. Ein besonderes Augenmerk legten wir diesmal auf Betriebsbesichtigungen und Gesprächen mit Kommunal- und Landespolitikern.

Mit diesen Aktivitäten zeigen wir, dass wir über „unseren Tellerrand“ hinaus schauen und eine besondere soziale Kompetenz beweisen.

Ein Höhepunkt während der gesamten Vegetationsperiode des Jahres 2008 war die Landesgartenschau in Rietberg, an der wir uns beteiligt haben. Sehr viele von Ihnen haben sich selbst ein Bild gemacht und werden mir zustimmen. „Eine der besten Gartenschauen, die wir hatten“. Und unser Beitrag, den wir zusammen mit den Gartenbauvereinen dort geleistet haben hatte auch einen beachtlichen Erfolg. Er wurde mit dem Ehrenpreis der Bezirksregierung Detmold ausgezeichnet.

Den Kontakt zu den im Landtag vertretenen Fraktionen haben wir auch in diesem Jahr intensiv durch Gespräche im Landtag gepflegt. Wir haben uns mit allen Fraktionen getroffen und folgende Themen behandelt:

  • Bedarfsgerechte Kleingartenförderung, Haushaltsmittel 2009

  • Kleingartenstudie NRW, Sachstand

  • Förderung der kleingärtnerischen Besucherberatung auf
    Landesgartenschauen

  • Landeswettbewerb 2009, Kleingartenanlagen in NRW

  • Berücksichtigung von Kleingartenanlagen als Ausgleichs-
    flächen gemäß Bundesnaturschutzgesetz

  • Keine Privatisierung des Kleingartenwesens Aktivitäten der Deutschen Gartenland GmbH

Was erwartet uns 2009?

Die Studie zur Zukunft des Kleingartenwesens wird veröffentlicht werden.

Wir werden uns dann den Ergebnissen stellen müssen. Ich sehe intensive Diskussionen auf uns zukommen. Wir werden miteinander und mit der Öffentlichkeit Gespräche führen müssen.

Denn erste Zwischenergebnisse lassen erkennen, dass die Studie Antworten auf die vorgegebenen Ziele geben wird:

  • Grundlagen schaffen für politische Entscheidungen hinsichtlich der weiteren Entwicklung des Kleingartenwesens,

  • Bei Bedarf notwendige Anpassungen im Kleingartenrecht aufzeigen,

  • Zielgerichteter und effizienter Einsatz knapper Fördermittel aufzeigen,

  • Hilfestellung bei planerischen Entscheidungen auf kommunaler Ebene geben,

  • Ansätze für die Förderung der weiteren Entwicklung des organisierten Kleingartenwesens in NRW darstellen,

  • Entwicklung eines Leitbildes für das Kleingartenwesen initiieren,

Liebe Gartenfreundinnen und Gartenfreunde. Auch im Jahre 2008 haben wir nach dem Motto gehandelt:

Ein Verband der lebt, baut an seiner Zukunft.
Ein Verband der baut, lebt für seine Zukunft.“

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen besinnliche Feiertage und für das Neue Jahr 2009 Glück und Gesundheit und viel Erfolg bei der Gartenarbeit

Ihr Werner Bolder

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