In zehn repräsentativ ausgewählten Beispielkommunen (Castrop-Rauxel, Gelsenkirchen, Ibbenbüren, Köln, Krefeld, Meerbusch, Oer-Erkenschwick, Paderborn, Soest, Velbert) wurde in der Studie mit umfassenden Befragungen und Experteninterviews die aktuelle Situation des Kleingartenwesen erfasst und die zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten analysiert. Die Studie zeigt die vielfältigen Funktionen des Kleingartenwesens auf um für die Zukunft gerüstet zu sein und gibt notwendige Empfehlungen zur weiteren Entwicklung. Demnach muss sich das Kleingartenwesen vor allem den Herausforderungen eines bevorstehenden Generationswechsels, den zunehmenden Anforderungen an das Ehrenamt, den immer komplexeren rechtlichen Rahmenbedingungen und den Entwicklungen im Freizeitverhalten stellen.
Zentrale Aussagen der Studie sind:
o Das Kleingartenwesen in Nordrhein-Westfalen ist weitgehend stabil, es sind weder deutlich zunehmende Bedarfe noch bedeutende Leerstände feststellbar oder zu erwarten.
o Der Erhalt durch Umbau und Sanierung geht vor Neubau und Ausweitung.
o Im Kleingartenwesen in Nordrhein-Westfalen schlagen sich unterschiedliche Entwicklungen (wirtschaftlich, demografisch, baulich-räumlich) in den Beispielkommunen kaum nieder, es bestehen jedoch Unterschiede zwischen städtischem und ländlichem Raum.
o Zukünftig werden eine noch stärkere Einbindung in das städtische Grünsystem und Verflechtung mit dem regionalen Umland notwendig sein.
o Das Kleingartenwesen wird auch zukünftig seine hohe Bedeutung vor allem in dicht besiedelten Gebieten behalten, auch wenn die Prognose der kleingartenbezogenenen Rahmenbedingungen (v.a. demografische Entwicklung) hier vergleichsweise ungünstig ausfällt.
o Das Kleingartenwesen muss sich vor allem den Herausforderungen eines bevorstehenden Generationswechsels, den zunehmenden Anforderungen an das Ehrenamt, den immer komplexeren rechtlichen Rahmenbedingungen und den Entwicklungen im Freizeitverhalten stellen.
o Das Kleingartenwesen bietet eine Vielfalt an Möglichkeiten, aktuelle und zukünftige gesellschaftliche Anforderungen und Aufgaben zu erfüllen. Dafür gibt es schon jetzt zahlreiche Beispiele aus den Bereichen Freizeit, Bildung, Umwelt- und Naturschutz, Gesundheit, Stadtkultur, Integration, Soziales. Daraus folgt auch zukünftig seine hohe gesellschaftliche Bedeutung.
o Für die zukunftsfähige Gestaltung von Kleingartenanlagen sind die Bedingungen vor Ort entscheidend, es gibt keine „Pauschalrezepte“.
Insgesamt liefert die Studie ein umfassendes Grundlagenwerk für alle Akteure, die sich intensiv mit Entwicklung und Zukunft des Kleingartenwesens in Nordrhein-Westfalen befassen.
Hier können Sie die Studie als pdf-Datei herunterladen:
http://www.umwelt.nrw.de/ministerium/presse/presse_aktuell/presse090227.php

Das Kleingartenwesen in Nordrhein-Westfalen erfreut sich einer großen und gleichbleibenden Beliebtheit, so das Ergebnis einer Studie des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums zur Zukunft des Kleingartenwesens. Demnach sind die einzelnen Parzellen in den Kleingartenanlagen gut ausgebucht und große Leerstände sind in den nächsten Jahren nicht zu erwarten. „Kleingärten erfüllen vielfältige gesellschaftliche Aufgaben“, so Umweltminister Eckhard Uhlenberg.
Viele der in der Studie ausführlich dargestellten „Best practice“-Beispiele zeigen bereits jetzt zahlreiche gelungene Ansätze und Projekte für ein zukunftsweisendes Kleingartenwesens in Nordrhein-Westfalen.