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(22.04.2009, Thomas Wagner)

Pressemitteilung: So klappt‘s mit dem Familiengarten

Wie Kinder im Garten und auf Balkonien Spaß haben

(Berlin, 21. April 2009). Immer mehr junge Familien entscheiden sich für einen Kleingarten. Hier entspannen und gärtnern die Eltern während die Kinder gefahrlos spielen und nebenbei die Natur entdecken. Wie aus einem Kleingarten ein Familiengarten wird und Kinder auch auf Terrasse und Balkon Natur erleben können, erklärt der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V. (BDG).

Perfekte Gärten sind langweilig
Im Familiengarten werden die Wünsche von Groß und Klein berücksichtigt. Wichtig sind Spielzonen, einladende Sitzplätze und ruhige Ecken zum Ausruhen. Rasen, Büsche und Sträucher sollten robust und pflegeleicht sein. Gemüsebeete können vor Bällen und Fangespielen mit kleinen Zäunen geschützt werden. Nicht fehlen dürfen wilde Ecken, die nicht perfekt gepflegt, geschnitten und geharkt sind und Kleintieren Unterschlupf bieten. Kleine Naturforscher können dort Igel, Kröten und andere spannende Dinge entdecken.

Der eigene Spielplatz
Zur Grundausstattung eines Familiengartens gehört der Sandkasten. Außerdem laden Büsche zum Verstecken ein und Obstbäume zum Klettern und Baumhausbauen. An kräftigen Bäumen können auch Schaukeln angebracht werden. Wer die handwerkliche Herausforderung nicht scheut, baut mit dem Nachwuchs ein Tipi aus Weidenruten und sichert sich die Anerkennung der ganzen Nachbarschaft. Für den Badespaß im Sommer reicht Kindern ein kleines Planschbecken oder schon ein Gartenschlauch mit einer Brause.

Von der Hand in den Mund
Kinder können mit einem eigenen Beet den Spaß am Gärtnern entdecken und Verantwortung lernen. Für ein Kinderbeet eignen sich Gemüse, die von der Hand in den Mund gepflückt am besten schmecken, zum Beispiel Erbsen und Tomaten oder leckere Beerensorten wie Erdbeeren und Himbeeren.
Keimsicheres Saatgut und robuste Pflanzen, die auch mal trockene Zeiten vertragen, garantieren auch kleinen Gärtnern Erfolgserlebnisse. Für die ersten Aussaatversuche eignen sich Blumentöpfe auf dem Fensterbrett. Bei Sonnenblumen und Erbsen zeigen sich schnell grüne Spitzen und bald können die jungen Pflanzen ins eigene Beet eingesetzt werden. Kleine Gärtner müssen nun regelmäßig gießen und Unkraut jäten, am besten mit kleinen und leichten Kinder-Geräten. Sobald der Sommer anfängt, gibt es die Belohnung: fast jeden Tag frisches Obst und Gemüse.

Basteltipp: Vogelscheuche
Eine selbstgebastelte Vogelscheuche schützt die Pflanzen und Früchte vor Vögeln. Dazu nageln kleine Gärtner aus zwei unterschiedlich langen Stäben ein Kreuz und stecken es in den Boden. Für den Kopf einen Kopfkissenbezug mit Stroh füllen, rund abbinden und mit einem Gesicht bemalen. Den auf die Kreuzspitze stecken und einen Hut mit Sicherheitsnadeln befestigen. Für den Körper ein altes Hemd und eine alte Hose ebenfalls mit Stroh füllen und am Kreuz festmachen – fertig.

Großstadtgarten
Auch in der Stadt können Kinder ihr eigenes Stück Natur auf Balkon oder Terrasse haben. Obst und Gemüse kann gut in großen Töpfen oder Kübeln angepflanzt werden. Mehrmals tragende Erdbeeren, Mini-Obstbäume, Kulturheidelbeeren, aber auch Tomaten und Kartoffeln sind dafür geeignet. Wer genügend Platz hat, legt auf dem Balkon ein Mini-Biotop an. Dazu einen großen runden Mörtelkübel aus dem Baumarkt mit Teichsubstrat und Sand füllen und mit Kleinen Seerosen und Zwergrohrkolben bepflanzen. Kinder können so auch in der Großstadt allerlei Insekten wie Libellen, Schwebfliegen oder Schlupfwespen beobachten.



Weitere Informationen erhalten Sie beim:
Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V. (BDG)
Telefon: (030) 30 20 71 40
Email: bdg@kleingarten-bund.de (bdg@kleingarten-bund.de)
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