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(20.08.2009, Thomas Wagner)

Der Garten im September

Tipp: Blumenzwiebeln sind zum Verwildern unter Bäumen und Sträuchern ideal. Besonders geeignet sind Winterlinge, Schneeglöckchen, Blausterne und Traubenhyazinthen. Harken Sie die Mulchdecke unter den Gehölzen zur Seite und streuen Sie die Zwiebeln bunt gemischt auf die Rabatte. Eine Schicht aus 10 cm Humus, etwas Rindenmulch und die alte Mulchdecke sorgen für ausreichenden Schutz. Das farbenprächtige Beet bringt Jahr für Jahr Frühlingsstimmung in den Garten.

Kohlarten düngen
Chinakohl steht im September in der Hauptentwicklung und braucht darum viel Wasser und Nährstoffe. Je nach Witterung sind im September 2–3 Wassergaben zu je 20 l/m³ erforderlich. Mit Beginn der Kopfbildung erhält der Chinakohl noch eine Kopfdüngung eines schnell wirkenden Stickstoffdüngers. Auch der stark zehrende Grünkohl erhält im September eine Stickstoff-Kopfdüngung, damit er bis zum Frost noch ausreichend Blattmasse bildet. Beide Kohlarten erhalten 5 g Reinstickstoff je m². Düngerlösungen sind besser als trocken ausgestreutes Granulat, da der Stickstoff schneller pflanzenverfügbar ist und nicht ausgewaschen wird. Gleichzeitig erhalten die Pflanzen das für die Nährstoffaufnahme erforderliche Wasser. Die Lösungen werden 0,2%ig angesetzt, das heißt 20 g Mineraldünger werden in 10 l Wasser gelöst. Je m² Beetfläche werden 2,5 l Düngerlösung ausgebracht. Eine Gießkanne mit Düngerlösung reicht also für 4 m² Kohl-Anbaufläche.

Fallobst lesen
Fallobst beim Apfel sollte regelmäßig aufgesammelt werden. Aus den „madigen“ Früchten kriechen nämlich die Wicklerlarven aus und verpuppen sich im Boden und schlüpfen im kommenden Jahr als neue Schaderreger-Population. Optimal wäre ein tägliches Auflesen der Früchte. Sie sollten schnell frisch verzehrt oder verarbeitet werden. Befallenes Fallobst gehört natürlich nicht auf den Komposthaufen. Ein Weibchen dieses Hauptschädlings am Apfel legt allein in der 1. Generation 80 bis 100 Eier an den Früchten ablegt. Daher kann regelmäßige Fallobstlese einen Neubefall wesentlich eindämmen.



Holunder ernten
Holunder wird ab Ende August über mehrere Wochen geerntet. Von der gesunden Wildobstart existieren inzwischen zahlreiche Sorten, die sich durch große Trugdolden mit einheitlicher Beerenreife auszeichnen. In der Reihenfolge sind dies ‚Sambo’, ‚Mammut’ und ‚Haschberg’. Die Verarbeitung der sehr stark färbenden Beeren sollte unmittelbar nach der Ernte erfolgen. Da die roten Stiele der Fruchtstände den Geschmack beeinträchtigen, müssen die Beeren davon getrennt werden. Das geht ganz einfach mit einer Speisegabel. Die Beeren enthalten den giftigen Inhaltsstoff Sambunigrin und dürfen deshalb nicht roh verzehrt werden. Kochen zerstört dieses Glykosid.



Strohblumen trocknen
Strohblumen werden zum Trocknen mit den Blüten nach unten aufgehängt. So bleiben die Stiele gerade. Damit sie ihre leuchtenden Farben behalten, müssen Strohblumen (Helichrysum) rechtzeitig geschnitten werden, und zwar, bevor die Blumen voll erblüht sind. Dazu sollte trockenes Wetter abgewartet werden. Die geschnittenen Stiele werden in kleinen Bündeln an einem luftigen, dunklen Ort aufgehängt. Strohblumen sind einjährige Sommerblumen, die im April direkt ins Freiland ausgesät werden. Sie mögen sandige, nährstoffarme Böden in sonniger Lage.






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Gartentipp/September, Download für den Schaukasten: 0909_gartentipp.pdf

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