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(18.11.2009, Andrea Vietmeier)

Wühlmäuse (Schermäuse) im Garten

Der Herbst ist eine günstige Zeit, um im Garten auftretende Wühlmäuse zu bekämpfen. Schäden durch Wühlmausfraß entstehen vor allem an den Wurzeln von jungen Obstbäumen, Beerenobststräuchern und Ziergehölzen. Darüber hinaus werden von Wühlmäusen aber auch Blumenzwiebeln sowie Wurzel- und Knollengemüse angefressen.

Die zu den Nagetieren gehörenden Wühlmäuse sind das ganze Jahr über aktiv. Bei der Suche nach Nahrung legen sie unterirdisch weitläufige Gangsysteme an. Oft besiedeln sie auch Gänge, die zuvor von Maulwürfen genutzt wurden. Vergleichbare Fraßschäden können darüber hinaus aber auch durch Feldmäuse entstehen. Bei Gehölzen schädigen Feldmäuse allerdings bevorzugt die Stammbasis, wo sie die Rinde ringsum oft komplett abnagen (Ringeln). Seltener befressen Feldmäuse die Gehölzwurzeln. Eine sichere Unterscheidung von Feld- und Wühlmäusen ist durch die offenen Löcher möglich, die bei einem Feldmausauftreten zurückbleiben. Von Wühlmäusen werden offene oder beschädigte Gänge stets wieder verwühlt.

Um Obstbäume vor Wühlmausfraß zu schützen, ist es zunächst sinnvoll, die Bäume bei der Neuanpflanzung bereits in spezielle Drahtkörbe aus Maschendraht zu setzen. Beim Einpflanzen ist darauf zu achten, dass die aus dem Boden herausragenden Faltnähte sorgfältig nach innen zusammen liegen. Zum Schutz von Blumenzwiebeln können auch Pflanzkörbe aus Kunststoff verwendet werden.

Eine direkte Bekämpfung von Wühlmäusen lässt sich am besten im Spätherbst oder zeitigen Frühjahr durchführen, wenn die Tiere unter Nahrungsmangel leiden und Fallen oder Fraßköder besonders gut annehmen. Vor Durchführung einer Bekämpfungsmaßnahme ist es allerdings erforderlich, eine so genannte Verwühlprobe durchzuführen, um Verwechslungen mit dem ebenfalls häufig auftretenden Maulwurf auszuschließen. Der Maulwurf steht unter Schutz (Bundesartenschutzverordnung und Bundesnaturschutzgesetz) und darf nicht bekämpft werden. Von den verschiedenen Wühlmausbekämpfungsmethoden ist der Einsatz von Fallen am effektivsten. Gängige Fallentypen sind zum Beispiel die Sugan WühlmausFalle von Neudorff (Neudorffs Wühlmaus-Fänger), die Bayrische Drahtfalle und die Swissinno Wühlmausfalle SuperCat.

Andreas Vietmeier,
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Pflanzenschutzdienst


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