Schnee entfernen
Schnee ist die natürliche Schutzdecke für alle im Freien stehenden Pflanzen. Auf Wegen und sonstigen Flächen liegender Schnee leistet gute Dienste, wenn man ihn auf Beete und Rabatten bringt. Pulverschnee eignet sich vor allem als Schutzdecke für wintergrüne Stauden und andere niedrig bleibende Pflanzen, die bei Kahlfrost leiden. Die Arbeit lohnt sich auf jeden Fall, zumal Schnee auf den Beeten die Bodenfeuchtigkeit erhöht. Nach starkem Schneefall sollte der auf immergrünen Gehölzen haftende Schnee entfernt werden, damit kein Schneebruch entsteht. Dazu klopft man mit einem Holzrechen leicht von untern gegen die mit Schnee belasteten Triebe, bis sie schneefrei sind.
Ziergehölzen schneiden
Die Winterzeit ist Schnittzeit bei Gehölzen. An einem Spalier oder einer Pergola gezogener Kletter-Knöterich (Fallopia, früher bekannt als Polygonum) kann an einem frostfreien Tag gründlich ausgelichtet werden. Dabei braucht man nicht kleinlich vorzugehen, denn Knöterich verträgt starken Rückschnitt. Ist der Knöterich unten kahl geworden, schneidet man ihn auf 40 bis 50 cm über dem Boden zurück. Im zeitigen Frühjahr reichlich mit Nährstoffen versorgt (3 Liter Kompost je m²), erreicht er bald seine ursprüngliche Höhe.
Auch Waldreben (Clematis), die im Sommer oder Herbst blühen, werden im Vorfrühling auf 20 bis 40 cm zurückgeschnitten. Blütensträucher, die ihre Knospen bereits im vergangenen Sommer entwickelt haben, dürfen im Winter nicht zurückgeschnitten werden, man würde alle Blütenknospen entfernen. Dazu gehören Flieder (Syringa), Forsythie (Forsythia), Blauregen (Wisteria), Goldregen (Laburnum) und Zierkirschen (Prunus). Bei ihnen beschränkt man sich im Winter auf das Auslichten. Sind die Sträucher zu groß oder müssen
in Form gebracht werden, wird sofort nach der Blüte im Frühjahr zurückgeschnitten.
Zitrusbäumchen umtopfen
Viele der hierzulande angebotenen Zitronen- und Orangenbäumchen kommen aus dem Süden und werden dort als Baumschulware für das Freiland produziert. Deshalb stimmt in den meisten Fällen die Erde für die Topfkultur nicht. Beim Umpflanzen sollte daher unbedingt eine spezielle Zitruserde verwendet werden. Sie ist kalkfrei, wasserdurchlässig und gut durchlüftet. Häufigster Fehler bei Zitruskulturen: Jetzt im Winter wird zuviel gegossen. Wenn die Pflanzen kühl bei 10-15°C und recht hell stehen, können sie für Wochen vergessen werden. Im Mai kommen sie dann ins Freie und werden kräftig gegossen und gedüngt.
Pflanzkübel vorbereiten
Langsam kommt die Zeit, leere Kübel, Kästen, Töpfe und Schalen für die kommende Balkonsaison durchzusehen. Mit einer kräftigen Wurzelbürste und einem Eimer Wasser lassen sich auch betagte Exemplare wieder „auf Vordermann bringen“. Positiver Nebeneffekt: Wenn die Kataloge für den Gartenbedarf ins Haus flattern, wissen Sie genau, welche Neuanschaffung im Kübelsortiment nötig ist – und welche Verlockungen Sie sich sparen können.
______________________________________________________________________
Gartentipp/Februar,
Download für den Schaukasten: 1002_gartentipp.pdf
