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(08.02.2010, Andreas Vietmeier)

Kräuselkrankheit des Pfirsichs

Wenn die Temperatur im Spätwinter bis Frühjahr erstmals deutlich ansteigt (über zehn Grad Celsius), besteht bei Pfirsichen und Nektarinen bereits die Gefahr, dass erste Infektionen durch die Kräuselkrankheit stattfinden.

Der Schadpilz (Taphrina deformans), der diese Krankheit hervorruft, überwintert an den Triebspitzen. Bei beginnendem Knospenschwellen werden die Pilzsporen durch Feuchtigkeit (Regen) in die sich öffnenden Knospen gespült und infizieren dort die jungen neuen Blätter.

Erste Anzeichen der Erkrankung zeigen sich bereits kurz nach Beginn des Austriebs. Typische Symptome sind auffällige Blattkräuselungen beziehungsweise blasenartige Aufwölbungen an den Blättern. Teilweise nehmen die Blätter eine leicht rötliche, gelbliche oder weißliche Färbung an. Bei stärkerem Befall vertrocknen sie zusehends, sodass es zum vorzeitigen Blattabwurf kommt. Der anschließende Neuaustrieb bleibt aber meist gesund. Früchte werden später zum Teil ebenfalls geschädigt. Fruchtschäden zeigen sich durch ein leicht runzeliges Aussehen der Fruchthaut.

Um Infektionen durch die Kräuselkrankheit zu verhindern, können Pfirsich- und Nektarinenbäume mit einem Pflanzenstärkungsmittel wie Neudo-Vital Obst-Pilzschutz oder mit dem Pflanzenschutzmittel Compo Duaxo Universal Pilz-frei behandelt werden. Wichtig sind frühzeitige Spritzungen ab Beginn des Knospenschwellens (vor Knospenaufbruch). Weitere Behandlungen sollten in wöchentlichen Abständen folgen. Insgesamt sind bis zu drei Anwendungen sinnvoll.

Nach einem Befall ist es zudem ratsam, kranke Triebe zurückzuschneiden. Für geplante Neupflanzungen stehen widerstandsfähige Sorten wie zum Beispiel 'Benedicte' und 'Revita' zur Verfügung.


Andreas Vietmeier, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Pflanzenschutzdienst

Rhododendronzikade: erwachsenes Insekt

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