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(30.03.2010, Andreas Vietmeier)

Fichtenröhrenlaus

In nächster Zeit sollte bei Fichten auf Befallssymptome der Fichtenröhrenlaus (Liosomaphis abietinum) geachtet werden.

Schäden zeigen sich insbesondere an den älteren Nadeln. Sie weisen gelbe Flecken auf, werden braun und fallen später ab. Typisch ist, dass der Befall sich von unten nach oben und von innen nach außen ausbreitet. Befallen werden vor allem Blaufichte, Omorikafichte, Rotfichte und Sitkafichte.

Fichtenröhrenläuse, auch Sitkafichtenläuse genannt, haben eine Größe von 1,2 bis 1,8 mm, sind grün gefärbt und besitzen rotbraune Augen. Die Blattläuse treten besonders im Herbst und im Frühjahr auf. Die Überwinterung kann entweder als Ei oder als ungeflügelte Junglaus stattfinden. Vor allem in milden Wintern, in denen vermehrt bewegliche Läuse überwintern, setzt sich die Saugtätigkeit häufig auch über den Winter hinweg fort. In derartigen Jahren muss dann auch im anschließenden Frühjahr mit einem stärkeren Blattlausauftreten gerechnet werden.

Um das Ausmaß eines Befalls besser einschätzen zu können, ist es sinnvoll, Zweige aus dem unteren Baumbereich im Spätwinter bis Frühjahr (Februar/März) über einer hellen Unterlage abzuklopfen.

Bekämpfungsmaßnahmen können anschließend bei Bedarf ab etwa März erfolgen, wenn die Temperaturen allmählich wieder ansteigen. Zu Austriebsbeginn eignen sich hierzu vor allem Ölpräparate wie zum Beispiel Celaflor Naturen Schädlingsfrei. Bei höheren Temperaturen können unter anderem auch Celaflor Naturen Schädlingsfrei Neem, Neudosan Neu Blattlausfrei oder Spruzit Schädlingsfrei eingesetzt werden. Nützlingsschonende Präparate sind möglichst zu bevorzugen.

Andreas Vietmeier, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Pflanzenschutzdienst

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