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(29.04.2010, Thomas Wagner)

Der Garten im Mai

Tipp: Gladiolen-, Dahlien-, und Cannaknollen können Anfang Mai wieder ausgepflanzt werden. Wurden die Knollen vorgetrieben, sollte mit der Pflanzung gewartet werden, bis der Austrieb garantiert nicht mehr von Frost bedroht wird. Sonst hat man sich die Mühe umsonst gemacht.

Stangenbohnen säen
Stangenbohnen lieben windgeschützte Lagen und warme, humusreiche Böden. Zum erfolgreichen Anbau gehören mindestens 3 Meter lange Stangen oder Latten, die vor der Aussaat aufzustellen sind. Damit sie windsicher stehen, gehören die Stangen 40 cm tief in den Boden, der Abstand beträgt 60 cm. Je zwei Stangenreihen werden in 2 Meter Höhe verkreuzt und mit einer längs gelegten Stange verankert, so dass ein windsicheres Gerüst entsteht. Um optimale Erträge zu erreichen, wird in der zweiten Maihälfte ausgesät. Da Stangenbohnen eine bis zu 2 Wochen längere Zeit bis zur Erntereife benötigen als Buschbohnen, sind spätere Aussaaten (ab Juni) nur in besonders günstigen Lagen zu empfehlen. Ausgesät werden 6-7 Bohnen je Stange. Zur effektiven Nutzung der Beete können Kohlrabi oder Kopfsalat als Zwischenfrucht angebaut werden.

Obstgehölze wässern
Im Obstgarten steht im Mai die Wasserversorgung im Vordergrund. Besonders Flachwurzler wie Strauchbeeren und Erdbeeren sowie alle frisch gepflanzten Gehölze benötigen bei Trockenheit reichliche Wassergaben. Gleichmäßige Bodenfeuchte verhindert im Juni das Abstoßen übermäßig vieler Früchte. Bewässerung kann in Trockenjahren den Ertrag um etwa 30 % steigern. Gegossen wird im Bereich der Kronentraufe, also dem Rand der Krone, weil sich dort die meisten Saugwurzeln befinden. Hacken, Mulchen und regelmäßige Unkrautbekämpfung verbessern das Wasserhaltevermögen des Bodens und sparen Wasser. Wächst Rasen unter den Obstbäumen, sollte dieser kurz gehalten werden, da die Gräser gerade bei jungen Gehölzen als Wasser- und Nahrungskonkurrent wirken.

Pfingstrosen pflegen
Vorraussetzung für eine baldige Blüte bei Staudenpäonien ist, dass ein kräftiger Wurzelstock mit mindestens drei Triebknospen gepflanzt wurde. Trotzdem muss damit gerechnet werden, dass die Pflanze erst nach zwei bis drei Jahren üppig blüht. Die ersten Blüten kann man sicherlich im Jahr nach der Pflanzung erwarten. Dann sollten nach dem Blühen auch die verwelkten Blütenstände entfernt werden, damit der Pflanze keine Kraft durch unnötige Samenbildung entzogen wird. Pfingstrosen sind robuste, langlebige Pflanzen, wenn man sie ungestört wachsen lässt. Versetzen verübelt die Pflanze meist mit schlechtem Wachstum und mit einem längeren Blütenausfall. Deshalb ist die Wahl des richtigen und endgültigen Platzes sehr wichtig. Pfingstrosen benötigen einen vollsonnigen Standort, der kurzzeitig beschattet sein darf und mögen keine Staunässe.

Kübelpflanzen ins Freie
Anfang Mai können Kübelpflanzen, die leichten Nachtfrost vertragen, wieder ins Freie. Dazu zählen Zwergpalme, Oleander und Bleistrauch. Zum Abhärten sollten sie einige Tage am Haus stehen. Die so genannten Eisheiligen (12.-14.Mai) müssen vorüber sein, um frostempfindliche Kübelpflanzen ins Freiluftquartier zu räumen. Dazu gehören Zitrus, Zierbanane, Bougainville, Korallenstrauch und Engelstrompete. Regelmäßiges Wässern und ein Düngerguss zu Beginn des Neuaustriebs fördern kräftiges Wachstum und Blütenbildung.

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Gartentipp/Mai,
Download für den Schaukasten: 1005_gartentipp.pdf


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