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(06.05.2010, Thomas Wagner)

Zettelkasten: Ein Auswanderer kehrt zurück – Gemüse-Amaranth

Noch bis ins 19. Jahrhundert war der Gemüse-Amaranth (botanisch: Amaranthus lividus) in unseren Gärten heimisch – heute ist er vor allem in Indien und Japan verbreitet.

Doch es lohnt sich, die vergessene Gemüseart von ihrem Exotenstatus zu befreien. Denn Gemüse-Amaranth ist nicht nur äußerst dekorativ, sondern auch eine interessante Alternative zu Spinat.

Amaranth sollte erst jetzt im Mai ausgesät werden, da die Pflanze recht wärmebedürftig ist. Ansonsten ist der Anbau unkompliziert: Gesät wird in Reihen, eine leichte Kompostgabe reicht als Düngung. Viel genutzt wird die Sorte ‚Roter Meier’ mit ihren dunkelroten Blättern, es gibt aber auch grüne und dreifarbige Pflanzen.

Die weichen Blätter können den ganzen Sommer geerntet werden. Um das Wachstum anzuregen, sollten ganze Triebe abgeknipst werden. Zubereitet wird Gemüse-Amaranth wie Spinat, ist aber im Geschmack etwas milder. Kurzum: Eine Wiederentdeckung, die Garten und Küche bereichert.

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