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08.02.2017

Arbeitsgemeinschaft NRW der Landesverbände der Kleingärtner bereitet politische Gespräche vor

Die Arbeitsgemeinschaft (AG) NRW der Landesverbände ist im politischen Raum das Sprachrohr der NRW-Kleingärtner-Landesverbände Rheinland und Westfalen-Lippe mit insgesamt mehr als 160.000 Mitgliedern. Bei Gesprächen mit den Land­tags­frak­tio­nen, Mitgliedern des Umweltausschusses oder dem Umweltminister treten die Lan­des­ver­bän­de gemeinsam als AG auf. Zweimal jährlich treffen sich die Vor­stands­spit­zen und Geschäftsführer beider Landesverbände, koordinieren ihre Arbeit und be­rei­ten die politischen Gespräche, z. B. mit den Landtagfraktionen, vor. Vorsitz und Ge­schäfts­füh­rung wechseln jährlich. 2017 tagt die AG unter der Leitung von Hans-Jürgen Schneider,Vorsitzender des Landesverbandes Rheinland.

Im Rahmen der Wintersitzung am 6. Februar d. J. in Düsseldorf erörterte das Gre­mi­um u. a. Fragen der Kleingartenförderung und die Durchführung des Lan­des­wett­be­wer­bes „Kleingartenanlagen in NRW“.

Erfreulich! Die Schulungsmittel für die Landesverbände wurden im Landeshaushalt 2017 nach vielen Jahren der Stagnation um mehr als 50% angehoben. Das ist gut so. Die Nachfrage nach Lehrgängen, z. B. zum Vereinsmanagement, zur Jugendarbeit, Konfliktbewältigung, und der naturnahen Gestaltung von Kleingärten, ist riesig. Die Gründe für diese starke Nachfrage liegen auf der Hand: Zum einen erlebt Gärtnern eine Renaissance, zum anderen stehen immer mehr Vereine mit der Verwaltung ihrer Anlagen allein da. Die öffentliche Hand zieht sich mehr und mehr aus dem Bür­ger­dia­log und konkreten Unterstützungsmaßnahmen zurück. Das ist die Kehrseite von Outsourcing und Beschränkung auf sogenannte Pflichtaufgaben. Diesen vakanten Raum füllen die Landesverbände mit ihren zentralen Schulungsangeboten.

Mit Blick auf die Landtagswahlen am 14. Mai d. J. fordert die AG von den politischen Akteuren eine massive Aufstockung der Fördermittel für den Ausbau des Klein­gar­ten­we­sens in den Kommunen. Die Nachfrage in den Kommunen für die Umgestaltung von älteren Kleingartenanlagen, z. B. zu offenen Kleingartenparks, ist da. 2016 wur­den insgesamt Förderanträge im Gesamtvolumen von knapp 800.000 € gestellt; wegen fehlender Fördermittel blieben ca. 60% der Projekte auf der Strecke. Das muss sich ändern, meinen beide Landesverbandsvorsitzende, Hans-Jürgen Schneider, Rheinland, und Wilhelm Spieß, Westfalen-Lippe. Die AG erwartet hier nicht nur eine Anpassung des jährlichen Fördervolumens sondern regt an, dass für eine Le­gis­la­tur­pe­ri­o­de ein Gesamtbudget zur Verfügung gestellt wird. Das bedeutet mehr Pla­nungs­si­cher­heit für alle Beteiligten.Auch über diese Aspekte der Förderung werden wir in den nächsten Wochen mit den Landtagsfraktionen sprechen.

Der Aufruf zur Teilnahme am 8. Landeswettbewerb „Kleingartenanlagen in NRW“ wurde bereits Ende 2016 veröffentlicht. Interessierte Kleingärtnervereine und Be­zirks-/Stadt­ver­bän­de finden den Auslobungstext auf den Websites der Lan­des­ver­bän­de.

http://www.kleingarten.de
http://www.gartenfreunde-rheinland.de

Anmeldeschluss ist der 1. Mai 2017. Dann beginnt die Hauptarbeit der Lan­des­ver­bän­de. In Kooperation mit dem Umweltministerium wird die Reiseroute für die Jury festgelegt, die voraussichtlich im Juni die ausgesuchten Bewerberkleingartenanlagen besuchen wird.

Ein weiteres Highlight mit NRW Beteiligung ist der 4. Bundeskongress der Kleingärtner am 18. und 19. Mai d. J. in Berlin.

http://www.kleingarten-bund.de/de/veranstaltungen/kongress/

Hier werden neben den Vertretern aus den beiden Landesverbänden auch Grün­ex­per­ten aus NRW Kommunen und desUmweltministeriums teilnehmen.

Werner Heidemann