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09.05.2014

Einzig, aber nicht artig

9. Freie Gartenakademie in Münster für nachhaltige Kulturarbeit im Kleingarten

Im letzten Jahr feierte die Freie Gartenakademie in Münster ihre 100. Veranstaltung und im nächsten Jahr liefert sie mit ihrem 10-jährigen Bestehen ein besonderes Beispiel für nachhaltige Kulturarbeit im Kleingarten. Der Initiator und Künstler Wilm Weppelmann versammelt in jedem Jahr eine illustre Schar von Gästen für sein Programm; renommierte Wissenschaftler und Kulturschaffende von Weltrang lassen es sich nicht nehmen in der Freien Gartenakademie präsent zu sein.

Das diesjährige Thema der 9. Freien Gartenakademie ist „Frankreich“.

2013 gehörten der Vortrag der Leibniz-Preis-Trägerin Prof. Dr. Irmela Hijaia-Kirschnereit und ein Original Gagaku-Orchester mit dem Konzertmeister des japanischen Kaisers zu den Höhepunkten. Die Westfälischen Nachrichten in Münster schrieben: „Sie ist einzigartig, vermutlich weltweit: die Gartenakademie von Wilm Weppelmann. Er gestaltet einen Kleingarten zum wunderlichsten Kultur- und Bildungstempel.“ Aber Wilm Weppelmann gibt zu verstehen: „Trotz der wachsenden Anerkennung gehört viel Zeit und Überzeugungs­arbeit dazu, ein Programm mit Qualität und in dieser besonderen Mischung aus Kultur- und Sachprogramm zusammenzustellen, da geht nichts von alleine." So sind auch in diesem Jahr wieder mehr als 15 Veranstaltungen in Planung, und bis zuletzt wird noch an den Details gearbeitet.

Herzlich Willkommen zur 9. Freien Gartenakademie in Münster – natürlich im Kleingarten von Wilm Weppelmann

Die Freie Gartenakademie stellt 2014 wieder ein Länderthema in den Mittelpunkt: Frankreich und seine Garten- und Lebenskultur: „La vie, la vie et le jardin“ – die 9. Freie Gartenakademie vom 19. Juni bis 23. August

Ja, Frankreich ist ansteckend. Wer sich einmal in die Musikalität der französischen Sprache vertieft hat, die Raffinesse der Küche geschnuppert und in der vielseitigen Landschaft seine Reiseleidenschaft entfacht hat, kommt nicht mehr los. Frankreich und Paris – Zauberworte für ein reichhaltiges Kulturerbe und eine intensive Lebenskultur. 14,7 Millionen deutsche Touristen besuchten 2012 Frankreich. Frankreich ist das wichtigste Touristenziel der Welt. Klischees, Idealisierungen, ja das Postkartenbild gehört zwar zum massentouristischen Marketingalltag, aber dazwischen und dahinter gibt es viele lebensnahe kleine Nuancen und unverbrauchte Charakterstimmungen, die Frankreich zu Frankreich machen und eine Entdeckungsreise in die eigene Sehnsucht ermöglichen.

Französische Gartenkultur: neues Wachstum bei alten Wurzeln
Da öffnet sich der Blick in zahlreiche und vielgestaltige neue Gartentrends. Der Schlosspark von Versailles wurde zum Urbild des französischen formalen Gartens, das im absolutistischen Europa überall imitiert wurde. Die gewaltigen, streng geometrischen Anlagen, die riesigen Wasserflächen und durch Beschnitt gezähmten Pflanzenwände suggerierten die Macht des Menschen über die Vegetation.

Das Gartendesignfestival in Chaumont-sur-Loire inszeniert jedes Jahr in aller Freiheit die Gartenvisionen der Zukunft und Avantgarde. Neue Formen der partizipativen Gartenkultur erobern die Großstadt: das interdisziplinäre Atelier D´Architecture Autogéré (AAA) untersucht mit dem Projekt „R-Urban – Reduce, Reuse Recyle“ Formen der Selbstorganisation und urbanen Landwirtschaft – dies sind nur einige Aspekte einer vitalen französischen Gartenkultur und die Freie Gartenakademie zeigt in ihrem Jahresprogramm Verbindungslinien zwischen gestern und heute auf und geht auch den Widersprüchen nach.

Es ist die spannende Mischung aus Kultur- und Sachprogramm in der Freien Gartenakademie, die jedes Jahr viele Menschen in den Kleingarten von Wilm Weppelmann führt. Nun, auch Sie sind herzlich eingeladen, in der Freien Gartenakademie neue (Klein)Gartenseiten kennenzulernen!

2013: Hofmusiker des japanischen Kaisers zu Gast im Kleingarten von Wilm Weppelmann
Foto: Arndt Zinkant, WN Münster

 

Veranstaltungen vom 19. Juni bis 23. August

Donnerstag, 19. Juni, 19 Uhr
Eröffnung mit Dr. Stefan Schweizer „André le Nôtre und die Erfindung der französischen Gartenkunst“, Dr. Stefan Schweizer ist Wissenschaftlicher Vorstand der Stiftung Schloss und Park Benrath

Samstag, 28. Juni, 20 Uhr
Françoise Hynek und Peter Urban-Halle „Jahreszeiten der französischen Küche“, das Buch dazu erschien 2013 im Verlag Wagenbach. (Peter Urban-Halle ist Literaturkritiker und preisgekrönter Übersetzer).

Dienstag, 1. Juli, 20 Uhr
„Von Blaubeeren und Stacheldraht“, das Künstlerpaar Susanne von Bülow und Ruppe Koselleck berichtet von ihren Kunstprojekten auf den französischen Schlachtfeldern des ersten Weltkrieges.

Donnerstag, 10. Juli, 20 Uhr
Christiane Landgrebe, „Zurück zur Natur? Das wilde Leben des Jean-Jacques Rousseau“, Christiane Landgrebe studierte Romanistik, Theologie und Philosophie. Neben ihrer Arbeit als Lektorin und Übersetzerin für verschiedene Verlage ist sie Herausgeberin literarischer und politischer Anthologien.

Montag, 14. Juli, 20 Uhr
Prof. Dr. Gerhard Stickel, „Kulturelle Vielfalt und die Zukunft großer Kultursprachen“, Prof. Dr. Gerhard Stickel ist Präsident der „Federation of National Institutions for Language (EFNIL), Mitglied des Deutschen Sprachrats“, Auszeichnung 2004: „Ordre de chevalier des arts et lettres“, bis 2002 Vorstand des IDS (Institut für Deutsche Sprache).

Dienstag, 22. Juli, 20 Uhr
Prof. Dr. Roland Doschka, „Matisse, Miro, Monet – Gärtner des Lichts“, Prof. Dr. Roland Doschka war Akademischer Rat für Französisch an der Universität Freiburg im Breisgau. Er ist Herausgeber, Autor, Organisator von Kunstausstellungen sowie Gartengestalter.

Donnerstag, 31. Juli, 21 Uhr
„Von Rosen und außerirdischen Kohlköpfen – die Welt des Louis de Funès“, zum 100. Geburtstag von dem französischen Komiker und Gärtner Louis des Funès mit dem Cineasten Dr. Hans Gerhold.

Donnerstag, 7. August, 20 Uhr
Dr. Frank Maier-Solgk, „Moderne Gartenkunst in Paris – Le Notre und die Folgen“, Buch: Dr. Frank Maier-Solgk „Die schönsten Gärten und Parks in Paris und in der Ile de France“, 224 S. München; DVA 2013.

Dienstag, 12. August, 21 Uhr
„Die Stadt des Monsieur Hulot“, ein Jacques-Tati-Filmabend mit dem Cineasten Dr. Hans Gerhold.

Donnerstag, 21. August, 20 Uhr
Prof. Karl H. C. Ludwig, „Chaumont-sur-Loire und der Garten der Zukunft“, Prof. Dipl.-Ing. Karl H. C. Ludwig ist Senatsbeauftragter, Projektplanung im Studiengang der Landschaftsarchitektur – Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen-Geislingen.

Samstag, 23. August, 20 Uhr
Cécile Corbel und Band, Abschlusskonzert, Cécile Corbel ist eine französische Folksängerin und Harfenistin. Sie stammt aus der Bretagne und stellt mit ihrer Band bretonische Folkmusik vor.

Das aktualisierte Programm finden Sie auf der Webseite www.gartenakademie.org

 

Wo und wie

Ein Kuriosum, aber die Freie Gartenakademie findet ganz bewusst in einem einfachen Schrebergarten statt: Im Schrebergarten des Künstlers Wilm Weppelmann in der Gartenanlage Langemarckstr. 73, 48147 Münster Zentrum.
Eintritt frei!

Der Verein
Träger der „Freien Gartenakademie” ist der Verein „Kulturgrün e.V.“ Münster.
Briefadresse: Kulturgrün e.V., Postfach 8404, 48045 Münster
Hausadresse: Kulturgrün e.V., Schmale Str. 21, 48149 Münster
1. Vorsitzender: Wilm Weppelmann
Tel. 0251/2 52 11
Fax 0251/2 52 12
Vereinsregister Münster Nr. 4693 und vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt.
E-Mail: info@gartenakademie.org
www.gartenakademie.org