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13.11.2013

Gedanken zum Jahreswechsel

Das Jahr 2013 geht zu Ende. Das neue Jahr beginnt. Bewährtes verfestigt sich. Neues wird in Angriff genommen. Wie in allen Lebensbereichen, trifft dies auch auf das Kleingartenwesen zu.

Das Jahr 2013 zeigte, dass die verschlechterte wirtschaftliche Grundsituation alle Lebensbereiche erreicht hat. Überall wird gespart, gestrichen und Zurückhaltung geübt. Das war auch in den Gesprächen, die wir traditionell gemeinsam mit unseren Freunden aus dem Rheinland und den politischen Parteien im Landtag geführt haben, zu spüren.

In diesen Gesprächen traten wir als kompetente, sachliche und verlässliche Partner für die Politik und die Ministerien auf. Es war äußerst schwierig, im politischen Raum die Leistungen, die das Kleingartenwesen für die Allgemeinheit erbringt, mit der verfassungsmäßig verankerten Förderung zu verbinden. Die Schulungsförderung der Landesverbände, Projektförderung und Förderung finanzschwächerer Gartenfreunde, die einen Garten übernehmen wollen, bleibt erhalten. Die Landesförderung für den Bau von Neuanlagen und die Umgestaltung von alten Anlagen wurde reduziert und hat ein Niveau erreicht, das nur wenige Gestaltungsmöglichkeiten lässt.

Der Landeswettbewerb Kleingartenanlagen in NRW wurde durchgeführt. Die Beteiligung der Kommunen und der Stadt- und Bezirksverbände muss aber für zukünftige Wettbewerbe verbessert werden. Wenn man sich die positive Resonanz des Landeswettbewerbes in der Presse ansieht, ist es unverständlich, warum Städte und Gemeinden, aber auch unsere Verbände auf dieses Mittel zur Öffentlichkeitsarbeit verzichten wollen. Gerade Wettbewerbe zeigen die Qualität und Aktualität des Kleingartenwesens im Städtebau und der Gesellschaft.

Die Schulungsarbeit an unserer Landesschule entwickelt sich weiter positiv. Die Lehrgänge sind immer schnell ausgebucht. Das Referententeam orientiert sich an den aktuellen Bedürfnissen und den erforderlichen Lerninhalten. Nur gut ausgebildete Fachberater und Vorstandsmitglieder (Vereinsmanager) können sich den Anforderungen stellen und zum Wohl von Verein, Mitgliedern und Gesellschaft wirken.

Unsere Freundschaft mit den polnischen Gartenfreunden konnte vertieft werden. Eine Solidarbotschaft zum Erhalt des polnischen Kleingartenwesens wurde von vielen Gartenfreundinnen und Gartenfreunden unseres Verbandes unterzeichnet.

Bei einem Besuch zum 19. Geburtstag des Kinderzentrum NADESHDA in Belarus konnten wir uns von den Entwicklungsfortschritten des Zentrums überzeugen. Beziehungen und Freundschaften wurden vertieft. Gerade in politisch nicht problemlosen Zeiten muss eine Annäherung der nicht staatlichen Organisationen erhalten bleiben, um möglicherweise einen Wandel herbeizuführen. Unsere Unterstützung des Projektes ist nach wie vor zwingend notwendig und wird dankbar angenommen.

An dieser Stelle gebührt Ihnen allen, insbesondere aber meinen Vorstandskolleginnen und -kollegen, dem Referententeam sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Geschäftsstelle und unserem Geschäftsführer ein herzlicher Dank für die geleistete Arbeit.

Was erwartet uns in 2014?
Für uns wichtige Ereignisse werfen ihre Schatten voraus.

  • Der Bundeswettbewerb 2014 „Gärten im Städtebau“ findet statt.
  • Der 3. Bundeskleingärtnerkongress in Kassel am 22. und 23. Mai 2014 erfordert unsere Mitarbeit.
  • Die Freunde aus NADESHDA werden uns besuchen.
    Aber auch unsere Hausaufgaben müssen gemacht werden:
  • Die Schulungsarbeit muss fortgesetzt, weiterentwickelt und den Bedürfnissen unser Mitglieder angepasst werden.
  • Die Landesförderung zur Sicherung unserer Arbeit und das Kleingartenwesen insgesamt müssen beibehalten werden.
  • Der Bestand unserer Anlagen muss erhalten und verbessert werden. Hierbei steht vor allem die Qualität der Anlagen im Blickpunkt.
  • Die Kleingartenanlagen müssen als unverzichtbarer Bestandteil in unseren Städten und Gemeinden verankert werden.
  • Die Zusammenarbeit mit der Schreberjugend, aber auch mit anderen Verbänden muss weiterentwickelt und intensiviert werden. Hierzu sollten wir Partnerorganisationen finden, mit denen wir an gemeinsamen Projekten arbeiten können.
  • Das Kleingartenwesen muss noch tiefer in das Gefüge unserer Städte und Gemeinden integriert werden. Hierbei ist die Öffentlichkeitsarbeit ein herausragendes Instrument.


Wenn diese Herausforderungen von uns angenommen und mit Leben erfüllt werden und außerdem die vertrauensvolle und kompetente Zusammenarbeit mit der Bevölkerung, den Vertretern von Politik und Verwaltung fortgesetzt wird, wird uns dies gelingen.

Liebe Gartenfreundinnen und Gartenfreunde, ich wünsche Ihnen und Ihren Familien besinnliche Feiertage und für das neue Jahr 2014 Gesundheit, Glück und Zufriedenheit sowie viel Freunde und Erfolg beim Gärtnern.

Wilhelm Spieß
Vorsitzender des LV Westfalen-Lippe