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24.03.2014

„Gemeinsam gärtnern – gemeinsam wachsen“

Meisterschaft der Kleingärtner: Im Rahmen des Bundeswettbewerbs „Gärten im Städtebau“ werden auch die sozialen und ökologischen Vereinsaktivitäten bewertet. Für eine lebenswerte, soziale und grüne Stadt: Bundeswettbewerb „Gärten im Städtebau“

Der Bundeswettbewerb „Gärten im Städtebau“ ist einer der wichtigsten Ideenwettbewerbe zur urbanen Gartenkultur in Deutschland – und eine Art deutsche Meisterschaft der mehr als 15.000 Kleingärtnervereine, die unter dem Dach des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde organisiert sind. Der Wettbewerb stellt den Beitrag des Kleingartenwesens für eine lebenswerte, soziale und grüne Stadt in den Mittelpunkt. Er wird alle vier Jahre durchgeführt und steht 2014 unter dem Motto „Gemeinsam gärtnern – gemeinsam wachsen“.

Herausgeputzte Lauben und akkurat gepflegte Blumenrabatten interessieren dabei nur am Rande. Der Wettbewerb würdigt besondere städtebauliche, ökologische, gartenkulturelle und soziale Leistungen, mit denen Kleingärtnervereine über die Grenzen der Kleingartenanlage hinaus positive Impulse in das Wohnumfeld aussenden. Das können – ganz konkret – Gärten der Gemeinschaft, Bildungsangebote für Kinder Mehrgenerationen- oder Kulturprojekte sein, die einem grauen Stadtteil Farbe und Leben verleihen.
Träger und Auslobende des Wettbewerbes sind das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG).

Drei Kleingartenanlagen aus NRW in der Endausscheidung

Teilnahmeberechtigt am Bundeswettbewerb sind alle Städte und Gemeinden in Deutschland mit ihren kleingärtnerischen Organisationen, die vorab an einem Landeswettbewerb teilgenommen haben. Für die Endrunde wurden aus NRW die Kleingartenanlagen „Lütgendortmund-Nord“ (Dortmund), „Sorgenfrei“ (Herne) und „Bebericher Grund“ (Viersen) nominiert. Diese drei Kleingartenanlagen waren beim Landeswettbewerb 2013 „Kleingartenanlagen in NRW“ die Besten unter den Guten.

Die Bewertungskommission reist zwei Wochen lang – vom 28. Juni bis zum 11. Juli – quer durch Deutschland und besucht insgesamt 30 Kleingartenanlagen in 27 Städten und Gemeinden. Am 8. Juli ist NRW-Tag, dann stellen sich unsere drei Kleingartenanlagen der Bewertung durch die Bundesjury. Sie beurteilt
- die städtebauliche Einordnung der Kleingartenanlagen, ihre Planung, Gestaltung und Ausstattung,
- die gesellschaftliche Funktion des Kleingärtnervereins im Sinne sozialer Nachhaltigkeit,
- die ökologische und stadtklimatische Funktion der Kleingartenanlage im Rahmen ökologischer Nachhaltigkeit,
- Projekte im Verein bzw. in der Kleingartenanlage, die im Sinne der Sozialen Stadt als beispielhaft gelten können und
- die Gestaltung und Nutzung der Einzelgärten.


Anhand der eingereichten Bewerbungsunterlagen, des Eindrucks und der Präsentation vor Ort, vergibt jedes Jurymitglied vor Ort Punkte. In einer täglichen Beratung werden diese analysiert, am Ende gibt es ein Gesamturteil. Die Gewinner erhalten Gold-, Silber- und Bronzeplaketten sowie eine Urkunde der Bundesumweltministerin.
Die Preisverleihung selbst findet am 22. November 2014 mit circa 1000 Gästen in Berlin statt.

Wir drücken unseren Teilnehmern aus NRW die Daumen!

 

Die Jury

Wer die Besten unter den Guten sind, entscheidet eine siebenköpfige Jury, der folgende Mitglieder angehören:
Jürgen Sheldon, Vorsitzender, Technischer Amtsleiter im Gartenbauamt Bremerhaven a. D., Präsidiumsmitglied Fachberatung im BDG
Karin Freier, Mitarbeiterin im Referat SW11, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
Dr. Werner Heinz, ehemaliger Projektleiter im Deutschen Institut für Urbanistik, Mitglied der Fachkommission Stadtentwicklung im Deutschen Städtetag
Prof. Dr. Gerlinde Krause, Fachhochschule Erfurt, Fachrichtung Landschaftsarchitektur, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des BDG
Werner Heidemann, Präsidiumsmitglied im BDG, Geschäftsführer im Landesverband Westfalen und Lippe der Kleingärtner e.V.
Martin Rist, Geschäftsführer im Landesverband Bayerischer Kleingärtner e.V.
Thomas Wagner, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im BDG