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10.05.2016

Ehre, wem Ehre gebührt

Höchste Auszeichnung für den Direktor von NADESHDA

„Ich nehme diese Auszeichnung an als Ausdruck dafür, wie sich unsere Freundschaft entwickelt hat. Uns ist es gelungen, unter schwierigen Bedingungen etwas Ein­zig­ar­ti­ges, quasi Unmögliches zu schaffen!“, Wjatscheslaw (Slawa) Makuschinskij ist sichtlich gerührt, als er die höchste Auszeichnung des Landesverbandes, die „Große Goldene Ehrennadel“, entgegennimmt. Mit den Kleingärtnern des Landesverbandes Westfalen und Lippe verbindet ihn eine lange Freundschaft, die jetzt schon 20 Jahre währt. 1993 übernahm er die Leitung des Kinderzentrums NADESHDA, in dem Kinder betreut werden, die an den Langzeitfolgen der Tschernobyl-Katastrophe leiden – fast genau 30 Jahre nach dem GAU ein immer noch hoch aktuelles Thema.


Große Goldene Ehrennadel„Slawa“ Makuschinskij, Direktor von NADESHDA, bekam die „Große Goldene Ehrennadel“ inklusive Urkunde.


„Dank seines weitsichtigen Engagements hat sich NADESHDA zu einem Kin­der­er­ho­lungs­zen­trum mit Wohnhäusern, medizinischer Abteilung, Küche, Schule und Sport­stät­ten entwickelt, wo heute pro Jahr ein paar tausend Kinder und Jugendliche für knapp vier Wochen medizinisch, psychologisch und pädagogisch betreut werden“, so Peter Schulz, stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes, in seiner Laudatio.

Schon im Mai 1993 hatte Schulz mit dem Vorsitzenden des Bezirksverbandes Hamm-Kreis Unna, Wolfgang Menzel, das Gelände, auf dem das Heim für die ge­schä­dig­ten Kinder entstehen sollte, besucht. „Mir war von Anfang an klar, dass das Projekt nur mit externer Hilfe zu bewältigen war“, erinnert sich Schulz. Zehn Jahre später sollte sich auch der Landesverband im Projekt NADESHDA engagieren.

Die Ehrung ist Ausdruck einer tiefen Verbindung zwischen dem Direktor und den Klein­gärt­nern: „Du bist ein Brückenbauer, Gartenfreund, so eine Art Re­so­nanz­ver­stär­ker. Wenn heute viele Kleingärtner aus Westfalen und Lippe angekommen sind bei den Menschen in Belarus, den Kindern in NADESHDA, wenn wir gemeinsam die Geschichte unserer beiden Länder begreifen, gegenseitige Besuche in Belarus und Westfalen und Lippe ein Stück weit zur Normalität geworden sind, wenn diese Part­ner­schaf­ten und Brücken seit mehr als zwei Jahrzehnten halten – dann ist das Dein Verdienst. Das würdigen wir heute mit der Verleihung der „Großen Goldenen Eh­ren­na­del“ so Schulz weiter. Slawa Makuschinskij bedankt sich lange bei allen An­we­sen­den für die Ehrung, auch ihm ist anzumerken, wie sehr er sich den Kleingärtnern verbunden fühlt.