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18.09.2017

Kleingärten in Düsseldorf, Bielefeld und Castrop-Rauxel gewinnen Landeswettbewerb

Umweltministerin Schulze Föcking: Vor allem das soziale Miteinander und die kulturelle Integration werden hier aktiv gelebt.

Die Kleingartenanlagen „Am Balderberg“ aus Düsseldorf, „Am Steinbrink“ aus Bie­le­feld und „Castrop-Rauxel Nord“ sind die Gewinner des achten nordrhein-west­fä­li­schen Kleingartenwettbewerbs und werden jeweils mit einer Goldmedaille aus­ge­zeich­net. Als nordrhein-westfälische Vertreter für den 24. Bundeswettbewerb "Gärten im Städtebau"nehmen die Kleingartenanlagen „Am Balderberg“ für das Rheinland sowie „Castrop-Rauxel Nord“ für Westfalen als jeweils führende im Ranking teil.

Die Verkündung der Sieger und die Vergabe der Goldmedaillen nahm Um­welt­mi­nis­te­rin Christina Schulze Föcking am Samstag, den 16. September 2017 in Oberhausen persönlich vor. „Kleingärten liegen wieder im Trend“, so die Beobachtung der Mi­nis­te­rin.“ Jede prämierte Kleingartenanlage hat gezeigt, dass nicht nur die Pflege der Grünflächen eine wichtige Rolle spielt, sondern vor allem das soziale Miteinander und die kulturelle Integration auf vielfältige Art und Weise aktiv gelebt werden.“ Neben den wichtigen sozialen Funktionen der Kleingärtnervereine hob die Ministerin die wichtige Rolle der Kleingärten als Grünfläche und Erholungsgebiet in den nordrhein-westfälischen Städten hervor: „Deshalb freut es mich umso mehr, dass sich alle Altersklassen wieder um einen Kleingarten bewerben und das Kleingartenwesen eine gute und sichere Zukunft vor sich hat.“

Insgesamt nahmen zehn Kleingartenanlagen in acht Kommunen am Wettbewerb teil. Neben den drei Goldmedaillen wurden fünf Anlagen mit Silber und zwei mit Bronze ausgezeichnet. Ziel des Landeswettbewerbs ist, Kleingärten fit für die Zukunft zu machen. Der Wettbewerb dokumentiert alle vier Jahre nicht nur das individuelle und soziale Engagement der Kleingärtnervereine und ihrer Mitglieder, sondern auch die Qualität ihrer Zusammenarbeit mit den Kommunen sowie mit weiteren öffentlichen wie auch privaten Institutionen. „Alle Kleingärten, die am diesjährigen Wettbewerb mitgemacht haben, gehören zu den Besten in Nordrhein-Westfalen“, betonte Mi­nis­te­rin Schulze Föcking. „Das soziale Engagement in den einzelnen Kommunen, der Zu­sam­men­halt innerhalb der Anlagen und den Vereinen sowie die Qualität der gärt­ne­ri­schen Leistungen ist in all diesen Anlagen außergewöhnlich. Mein Glückwunsch und mein Dank gilt deshalb allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern.“

 

Kurzbeschreibungen der Sieger:

Ganz besonders im Fokus der Jury standen beispielhafte Lösungen und Projekte für eine zukunftsfähige Entwicklung, Gestaltung und Nutzung von Kleingärten. Ein wichtiger Punkt dabei ist die Einbindung in das städtische, soziale und ökologische Umfeld.

Vorbildlich in diesem Zusammenhang ist die Siegeranlage „Castrop-Rauxel Nord“, mit einer großen Vielfalt an Aufenthaltsmöglichkeiten, gärtnerischen Anregungen sowie ökologisch stützenden Maßnahmen für den Lebensraum Kleingarten. Der Verein hat sich im Laufe der Jahre zu einer kleinen Bildungsstätte für Kinder, Ju­gend­li­che und Erwachsene entwickelt, die sich unter anderem durch seine zahlreichen Kooperationen und somit ein stabiles gesellschaftliches und ökologisches Netzwerk auszeichnet.

Im Siegerverein „Am Balderberg“ in Düsseldorf stehen die Gärten mit ihrer hohen Gestaltungs- und Aufenthaltsqualität im Mittelpunkt. Diese spiegeln sich durch eine außergewöhnliche Qualität der Gärten und des Gartenfachverstandes wider. Auch außerhalb der Anlage engagiert sich der Verein durch die Beteiligung an der Un­ter­hal­tung des städtischen Pillebachs und der Pflege der ihn begleitenden Blühstreifen.

Der Kleingärtnerverein „Am Steinbrink“ in Bielefeld zeichnet sich durch seine un­ge­wöhn­li­chen sozialen Projekte mit behinderten, älteren und straffällig gewordenen Menschen aus. Die Mischung aus außergewöhnlichem sozialen Engagement und einer gut gepflegtenKleingartenanlage mit spürbarem positivem Gemeinschaftsgeist, hat die Jury dazu bewogen, eine zusätzliche dritte Goldmedaille zu vergeben.

 

Im Einzelnen wurden folgende Auszeichnungen an die Kleingärtnervereine vergeben:


Goldmedaillen:

„Am Balderberg“, Düsseldorf

„Castrop-Rauxel Nord“

 „Am Steinbrink“, Bielefeld

 

Silbermedaillen:

„Buer-Erle“, Gelsenkirchen

„In den Stöcken“, Wuppertal

„Glück-Auf“, Dortmund

„Oberdorstfeld“, Dortmund

„Engelsburg“, Bochum

 

Bronzemedaillen:

„Arbeit und Freude“, Oer-Erkenschwick

„Vogelsang“, Bochum-Wattenscheid

 

Weitere Auszeichnungen:

Neben klassischen Kleingartenanlagen entwickeln sich zunehmend auch andere Formen des Gärtnerns in der Stadt. Erstmals wurden bei diesem Wettbewerb neben Kleingartenanlagen auch alternative Projekte und Initiativen sowie enge Ko­ope­ra­tio­nen von Kleingärtnervereinen mit anderen Institutionen von Ministerin Schulze Föcking mit einer Urkunde für ihr Engagement gewürdigt. „Kleingärtnervereine sind eine wichtige, aber nicht die einzige Möglichkeit, in der Stadt zu gärtnern. Aus den verschiedenen Ansätzendes sogenannten ‚Urban-Gardening‘ entstehen neue und kreative Ideen für die Nutzung von Grünflächen in unseren Städten“, erläuterte Schulze Föcking. Mit der Auszeichnung würdigt die Ministerin die enge Verbindung zwischen den etablierten und den neuen Formen gärtnerischer Aktivitäten im städtischen Umfeld. „Eines liegt allen Formen des gemeinsamen Gärtnerns zugrunde: sie alle stärken die Zusammenarbeit über alle Alters- und sozialen Grenzen hinweg. Deshalb verdienen sie allesamt auch ausgezeichnet zu werden.“

In Oberhausen präsentierten sich zum Beispiel die Bürger- und Nachbarschaftsgärten in Castrop-Rauxel, Düsseldorf und Wuppertal oder das Ökotop „Heerdt“ aus Düssel­dorf.

 

Weitere Informationen zum Thema „Kleingärten in NRW“ sind zu finden unter www.umwelt.nrw.de

 

Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt,
Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW