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31.03.2015

Kleingartenförderung in NRW – zentrales Thema auf der Vor­­stands­rats­sit­zung am 13. und 14. März d. J.

Die Kleingartenförderung in NRW, der Jahresabschluss 2014, Fachberatung und Schulung an der Landesschule, politische Gespräche, Informationen über den Verbandstag des BDG und über den Erhalt des Deutschen Kleingärtnermuseums in Leipzig – das waren die wesentlichen Themen der Frühjahrsvorstandsratssitzung in der Landesschule in Lünen.


Gut besucht – die Frühjahrstagung 2015 in der Landesschule


Nach den Grußworten unseres rheinischen Kollegen Werner Siggelkow stand der Frei­tag­nach­mit­tag ganz im Zeichen der Kleingartenförderung in NRW, über deren Bandbreite und Anwendung der für das Kleingartenwesen zuständige Mitarbeiter im Umweltministerium, Dr. Jons A. Eisele, ausführlich berichtete. Die Kleingartenförderung ist in der Lan­des­ver­fas­sung verankert. In Artikel 29 Abs. 3 heißt es „Die Kleinsiedlung und das Kleingartenwesen sind zu fördern“. Eine eigenständige Kleingartenförderung ist das Resultat dieses Ver­fas­sungs­auf­tra­ges. Erfreulich!. Die Kleingartenförderrichtlinien des Landes sind durch Rund­er­lass Ende 2014 um 10 Jahre verlängert worden.


Informationen zur Kleingartenförderung in NRW aus erster Hand von Dr. Jons-A. Eisele, Umweltministerium NRW (links im Bild)


Die Umgestaltung von alten Kleingartenanlagen ist heute ein städtebaulich aktueller Fördergegenstand. Dazu gehören:

Die Zusammenfassung mehrerer Kleingartenanlagen zu Kleingartenparks, eine offene und durchgehende Wegeführung – inklusive einer sinnvollen naturschutzfachlichen Bepflanzung –, Biotopbereiche, sowie die Anlage von öffentlichen Spielplätzen und Erholungsflächen. Die Schaffung und Einrichtung insbesondere von Lehr- und Lerngärten, Schau- und Themengärten für Bildungszwecke ist ein weiterer zeitgemäßer Fördergegenstand.

Antragsteller und Zuwendungsempfänger ist jeweils die Gemeinde nach Absprache mit der örtlichen Kleingärtnerorganisation. Bis zu 80% der Kosten werden über Landesmittel finanziert. Den Rest trägt die Gemeinde bzw. der Kleingärtnerverein. Gemeinschaftsarbeit zwecks Realisierung eines Projektes wird ausdrücklich als fiktive Ausgabe anerkannt. Darüber hinaus fördert das Land die zentrale Schulungsarbeit der beiden Klein­gärt­ner­lan­des­ver­bän­de, den Landeswettbewerb „Kleingartenanlagen in NRW“ und die Be­su­cher­be­ra­tung der Kleingärtner auf Landesgartenschauen. „Die Förderung von „Best practice-Bei­spie­len“ mit Breitenwirkung steht in diesem Jahr besonders im Blickpunkt“, betonte Jons-A. Eisele. Ob Mehrgenerationengarten, Bienenlehrgarten, Kleingartenwanderwege, Kunst- und Kulturprojekte – vorbildliche förderfähige Beispiele gibt es viele; das zeigte anschließend nach dem Vortrag eine kreative Diskussion mit vielen Beteiligten.


Einnahmen und Ausgaben im Lot

Tag 2 der Vorstandsratssitzung begann mit der Präsentation handfester Fakten zu den Einnahmen und Ausgaben des Landesverbandes. Landesverbandskassierer Jörg Schulz präsentierte den Jahresabschluss 2014. Die Einnahmen und Ausgaben liegen im prognostizierten Rahmen. Kassenprüfer Rolf Schaefers, Bochum, berichtete stellvertretend für seine Kollegen von einer Kassenprüfung ohne Beanstandungen und solider Arbeit des Kassierers Jörg Schulz und der Buchhalterin Claudia Kiefer.


Landesverbandskassierer Jörg Schulz präsentierte einen soliden Jahresabschluss 2014


Dem nüchternen Zahlenwerk folgten Berichte über politische Gespräche, die Schu­lungs­ar­beit des Landesverbandes und weitere geplante Veranstaltungen.


Zahlreiche Veranstaltungen in NRW, Deutschland und Europa

Wilhelm Spieß berichtete von einem Werkstattgespräch in Sachen Grün, zu dem die SPD-Landtagsfraktion eingeladen hatte. Wir berichteten hierzu ausführlich in der April-Ausgabe "Gartenfreund".

Dass die Förderung der Schulungsarbeit des Landesverbandes wichtiger denn je ist, konnte Landesfachberaterin Ulrike Brockmann-Krabbe mit eindrucksvollen Zahlen handfest untermauern. Insbesondere die eintägigen Vereinsmanagement-Lehrgänge sind sehr stark nachgefragt, aber auch Fachberaterlehrgänge, die mit einem Leistungsnachweis enden. Der Run auf die Lehrgänge hält auch 2015 an. Zusätzlich zu den traditionellen Lehrgängen an der Landesschule stehen noch zwei Fachlehrfahrten für Fachberater und andere Multiplikatoren aus den Bezirks-/Stadtverbänden zur dezentralen BUGA 2015 in Sachsen-Anhalt und Brandenburg auf dem Programm. In Havelberg ist die Kleingartenanlage „Am Nußberg“ in das Gartenschaugelände integriert und in einem extra Info- und Aus­stel­lungs­gar­ten werden die Kleingärtner mit praktischen Ausstellungsbeiträgen dabei sein. Das Ausstellerteam des Landesverbandes Westfalen und Lippe, Karin und Karl-Heinz Hegel, und Stephan Bevc, wird vom 14. – 20. Juni d. J. über die Welt der Kräuter informieren und die Theorie wird praktisch ergänzt durch stattliche „Sinneslust-Kräuterexemplare“. Schnuppern und Probieren am Ausstellungsstand – Ja, das ist ausdrücklich erwünscht.

Über Projekte der Jugendarbeit informierte Vorstandsmitglied Stephan Bevc. Besondere Highlights sind gewiss die 1. Netzwerktagung am 11. April d. J. und der Landeskindertag am 29. August d. J. in der Landesschule. Geschäftsführer Werner Heidemann berichtete über eine geplante Fahrt nach Belarus. Vom 20. – 23. September d.J. möchten wir mit einer großen Delegation mit Teilnehmern aus den Bezirks-/Stadtverbänden das Kin­der­hilfs­pro­jekt NADESHDA besuchen und darüber hinaus natürlich auch Land und Leute in Belarus kennenlernen.

Bei dieser Gelegenheit dankte er allen Spendern und Unterstützern unserer Weih­nachts­ak­tion „Taten statt Weihnachtskarten“.

Sein neuestes Projekt – das 1. Kleingartensymposium 2015 – stellte der Künstler Wilm Weppelmann, Münster, persönlich vor und warb so für die Teilnahme an eine au­ßer­ge­wöhn­li­che Veranstaltung.


Künstler Wilm Weppelmann (Freie Gartenakademie) warb für eine außergewöhnliche Veranstaltung, das 1. Kleingartensymposium 2015 am 11. und 12. Juli d. J. in Münster


Am 4. u. 5. September d. J. findet der nächste Bundesverbandstag des BDG in Rostock statt. Mit einstimmiger Unterstützung von Vorstand und Vorstandsrat erklärte Wilhelm Spieß, dass Werner Heidemann für eine weitere Legislaturperiode unser Kandidat für das BDG-Prä­si­di­um mit dem bewährten Zuständigkeitsbereich „Mitgliederzeitschrift“ sein wird. Der Vorstandsrat gab dem Vorstand grünes Licht bei der Auswahl der Delegierten und Gastdelegierten.

Ein besonderes Anliegen ist den westfälisch-lippischen Kleingärtnern der Erhalt des Deutschen Kleingärtnermuseums in Leipzig. Dieses Museum ist weltweit einmalig und es zeigt an historischer Stelle die Entwicklung des deutschen Kleingartenwesens in den letzten 200 Jahren. Für den Erhalt und Betrieb ist eine mittel- und langfristige solide finanzielle Ausstattung erforderlich, die allein über Mitgliedsbeiträge und öffentliche Fördergelder nicht zu erzielen ist. Der Förderverein des Deutschen Kleingärtnermuseums und das BDG-Prä­­si­­di­­um empfehlen den Landesverbänden die Zahlung eines jährlichen Un­ter­stüt­zungs-Bei­tra­ges an das Deutsche Kleingärtnermuseum, der sich an der Anzahl der Kleingärtnervereine je Landesverband orientiert. Dabei wird als Bemessungsgrundlage 5 €/Jahr/Kgv. zugrunde gelegt. Der Landesverband folgt diesem Vorschlag. „Das ist gut angelegtes Geld“, betonte abschließend Wilhelm Spieß.


Wir sagen Danke

Am frühen Samstagnachmittag endete nicht nur eine arbeitsreiche Sitzung, sondern auch eine Tagung, die von einem freundlichen und fairen Umgang miteinander und vielen persönlichen Gesprächen bestimmt war. Davon zeugen auch Geburtstags- und Ge­ne­sungs­wün­sche. Zu runden Geburtstagen gratulierte der Vorstand im Namen aller mit Blü­ten­zau­ber den Gartenfreunden Herbert Fering (75), Bocholt/Borken, Wolfgang Fuchs (50), Marl, Wilhelm Spieß (65), Werner Heidemann (60), und zur Genesung gab es jeweils einen Frühlingsstrauß für die Gartenfreunde Helfried Böke, Herford, und Ulrich Schulte, Lippstadt.