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12.02.2015

Kleingartenwesen on top – Meinungsaustausch mit MdB Bernhard Daldrup in Berlin

Zu einem Meinungsaustausch in Sachen Kleingartenwesen empfing am 27. Januar im Paul-Löbe-Haus der Bundestagsabgeordnete der SPD-Fraktion, Bernhard Daldrup, den Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde (BDG), Stefan Grundei, und das BDG-Präsidiumsmitglied aus NRW, Werner Heidemann.

Das Themenspektrum reichte von Grundsteuerreform, über sozialer Arbeitsmarkt, Integration, bis Kleingärten für Flüchtlinge.

Bernhard Daldrup ist Mitglied im Finanzausschuss, der federführend auch den Bereich Steuern behandelt. Kleingärten sind – für die Grundsteuer – wegen des weitgehenden Pachtschutzes als land- und forstwirtschaftliches Vermögen zu bewerten. Kleingartenlauben dienen der kleingärtnerischen Nutzung und sind für grundsteuerliche Zwecke nicht zu bewerten. Diese Regelung hat sich bewährt. Im Rahmen der geplanten Grundsteuerreform sollten die Kleingärtner weder mit mehr bürokratischem Aufwand noch finanziell stärker belastet werden, äußerten die BDG-Vertreter. Der Abgeordnete sicherte seine Unterstützung zu.


Gespräche in Sachen Kleingartenwesen in Berlin. v. l. MdB Bernhard Daldrup, Werner Heidemann, BDG-Präsidiumsmitglied/Geschäftsführer Westfalen-Lippe, Stefan Grundei, Geschäftsführer BDG


Einige Arbeitsmarktprogramme für Langzeitarbeitslose laufen demnächst aus und sollen neu geordnet werden. Bei der Schaffung von neuen sozialen Arbeitsmarktprogrammen sollten als potentielle Arbeitsfelder die Bereiche „Kleingartenanlagen“ und „Klein­gärt­ner­ver­eine“ ausdrücklich berücksichtigt werden, betonten die Vertreter des BDG.

Das große Integrationspotential des Kleingartenwesens in den unterschiedlichsten ge­sell­schaft­li­chen Bereichen ist für Bernhard Daldrup ein Herzensanliegen, das noch intensiver erörtert werden sollte. Dank regelmäßiger Gesprächsrunden in seinem Wahlkreis mit dem Bezirksverband Kreis Warendorf der Kleingärtner kennt und schätzt er die vielfältigen sozialen Leistungen des Kleingartenwesens für alle Bevölkerungsgruppen in unserer Ge­sell­schaft. Der Vorschlag des Abgeordneten, in NRW eine Gesprächsrunde über „Inte­gra­tions-Klein­gär­ten für Flüchtlinge“ zu initiieren, wird grundsätzlich positiv bewertet. In einer Gesprächsrunde mit Flüchtlingsvertretern, Politikern, Kommunalverwaltung, So­zial­ver­bän­den und den Kleingärtnerorganisationen sollte gemeinsam ausgelotet werden, was in Kleingartenanlagen und Kleingärtnervereinen als gutes Zeichen der Willkommenskultur auf den Weg gebracht werden kann.

Fazit: Es war ein Gespräch mit vielen interessanten Ansätzen für das Kleingartenwesen in Deutschland und in NRW, Fortsetzung erwünscht.

Werner Heidemann