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27.06.2017

Landeswettbeweb 2017 „Kleingartenanlagen in NRW“ Jury auf Gartentour

Am 22. Juni endete eine spannende 4-tägige Rundreise quer durch NRW. Eine neun­köp­fi­ge Jury unter Leitung von Frau Prof. Dr. Dr. Martina Oldengott besuchte 10 Klein­gar­ten­an­la­gen, um direkt vor Ort mehr über die städtebaulichen, sozialen, öko­lo­gi­schen, stadtklimatischen und gartenkulturellen Leistungen des Kleingartenwesens zu erfahren.


Mehrgenerationengarten der KleingartenanlageProf. Dr. Dr. Martina Oldengott, Leiterin der Jury, im Gespräch mit einer Lehrerin der Martin-Luther-Gesamtschule im Mehrgenerationengarten der Kleingartenanlage „Oberdorstfeld“, Dortmund.


Zum Landeswettbewerb gemeldet wurden von den Städten in Zusammenarbeit mit den Stadt- und Bezirksverbänden und Vereinen folgende Kleingartenanlagen:

  • „Am Steinbrink“, Bielefeld
  • „Engelsburg“ und „Vogelsang“, Bochum
  • „Nord“, Castrop-Rauxel
  • Gartenpark „Innenstadt West“, Dortmund, mit den Anlagen
  • „Oberdorstfeld“ und „Glück Auf“
  • „Am Balderberg“, Düsseldorf
  • „Buer-Erle“, Gelsenkirchen
  • „Arbeit und Freude“, Oer-Erkenschwick
  • „In den Stöcken“, Wuppertal

Erstmalig konnten als Ergänzung zu den „traditionellen Kleingartenanlagen“ al­ter­na­ti­ve Gartenprojekte zum Landeswettbewerb gemeldet werden.

Bewertet wurden einerseits die städtebauliche Entwicklung und Sicherung des Klein­gar­ten­we­sens durch die Kommunen, andererseits standen soziale und ökologische Projekte in den Vereinen und Kleingartenanlagen bei den Juroren hoch im Kurs.


Werner Bolder und Adalbert Niemeyer-LüllwitzZwei Pioniere, die vor mehr als drei Jahrzehnten mit verschiedenen Öko-Projekten in der Kleingartenanlage „Arbeit und Freude“ das naturnahe Gärtnern bekannt gemacht haben.
Rechts: Werner Bolder, ehemaliger Vereinsvorsitzender, Ehrenmitglied des Landesverbandes Westfalen-Lippe, und Adalbert Niemeyer-Lüllwitz, ehemaliger Leiter der Natur- und Umweltschutz-Akademie des Landes NRW (NUA)


Und hier wurde die Jury gewiss nicht enttäuscht. Was Kleingärtnervereine in ihren Anlagen in Zusammenarbeit mit Schulen, Kindergärten, Naturschutzverbänden, sozialen Einrichtungen, Kommunalpolitik und Verwaltung auf den Weg bringen, das bereichert das Stadtquartier in vielfältiger Weise.


Schul- und LehrgartenSchul- und Lehrgarten in der Kleingartenanlage „Engelsburg“, Bochum

Nachbarschaftsgärtner aus DüsseldorfDie Nachbarschaftsgärtner aus Düsseldorf Wersten stellen ihr Projekt vor.


Und auch bei den alternativen Formen und Initiativen des urbanen Gärtnerns waren die Kleingärtner in den meisten Fällen aktiv beteiligt und zum Teil Initiatoren der Projekte.


Stephan Bevc und Diana WollnyStephan Bevc, Vorsitzender des Bezirksverbandes Castrop-Rauxel/Waltrop, im Gespräch mit Jury-Mitglied Diana Wollny, Vertreterin der Gartenamtsleiterkonferenz NRW, Stadt Düsseldorf.

Gartenpark-Innenstadt WestWie ist der „Gartenpark-Innenstadt West“ in den Stadtteil Dorstfeld eingebunden? Michael Stöckert, Fachbereich Stadtgrün Dortmund, informierte die Jury anhand von Übersichtsplänen.


So viel sei schon heute gesagt: Es hat sich gelohnt dabei zu sein, sowohl für die be­tei­lig­ten Vereine als auch für die Jury, die vor Ort die ganze Spannbreite der vielfältigen Leistungen des Kleingartenwesens für die Allgemeinheit hautnah erleben durfte.


Kleingartenanlage - Am SteinbrinkBlüten- und Artenvielfalt pur in der Kleingartenanlage „Am Steinbrink“, Bielefeld

Honigschleudern mit SchülernHonigschleudern mit Schülern der Klasse 2b der Erich-Kästner-Grundschule in der Kleingartenanlage „Nord“, Castrop-Rauxel


Am 16. September erfolgt im Rahmen einer Feierstunde mit Vertretern des Um­welt­mi­nis­te­ri­ums die Bekanntgabe und Ehrung der Preisträger. Und zwei Klein­gar­ten­an­la­gen aus NRW – die Besten der Besten – werden für den Bundeswettbewerb 2018 „Gärten im Städtebau“ nominiert.

Werner Heidemann