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01.09.2016

Minsk – Berlin – Lünen

Tag 2 – 6, von Lünen nach Hamm, Münster, Castrop-Rauxel, Gelsenkirchen und Dortmund

Vom 26.-30. August war die Landesschule der Kleingärtner in Lünen das zentrale Quartier für unsere Gäste aus Belarus. Von hier aus starteten sie Tag für Tag mit dem Reisebus zu den unterschiedlichsten Zielen in Westfalen, um Land und Leute, Klein­gar­ten­an­la­gen, Stadtparks, Stadtgestaltung und Stadtumbau kennenzulernen. Träger dieser Veranstaltung waren der westfälisch-lippische Landesverband der Kleingärtner in Verbindung mit dem „Institut für Kirche und Gesellschaft“, die deutsch be­la­rus­si­sche Stiftung „Lebendige Partnerschaft“ und das Kinderzentrum NADESHDA. Hier liegen die Wurzeln für eine schon mehr als zwei Jahrzehnte währende Partnerschaft, die längst den Kinderschuhen entwachsen ist. (siehe auch: „Rückschau – wie alles begann“)


Landesverbandsvorsitzender Wilhelm Spieß1600 km Anreise mit dem Bus über Berlin bis Lünen. Und in der Landesschule ein herzlicher Empfang durch den Landesverbandsvorsitzenden Wilhelm Spieß (Bildmitte).

Deutsch-belarussischen Begegnung


Bezirks-/Stadtverbände übernehmen Betreuungspatenschaften

Gartenfreunde aus den Bezirks-/Stadtverbänden Castrop-Rauxel/Waltrop, Dortmund, Gelsenkirchen, Hamm-Krs. Unna und Münster hatten jeweils für einen Tag eine Betreuungspatenschaft übernommen. Sie zeigten das Besondere in ihren Hei­mat­städ­ten, ihre Kleingartenanlagen, berichteten über ihre Vereinsaktivitäten, Vor­stands­ar­beit, Fachberatung und Jugendarbeit.

Rolf König und Peter Schulz vom Vorstandsteam des Bezirksverbandes Hamm-Krs. Unna haben beide schon oft an Begegnungen in Belarus teilgenommen und führten in diesem Jahr unsere Gäste durch ihre Heimatregion. Der Besuch des Ma­xi­mi­lian­parks und der Rundgang durch die Druckerei des Zeitungsverlages Rubens in Unna waren gewiss besonderere Höhepunkte.


Besuch der Druckerei des Zeitungsverlages Rubens in UnnaBesuch der Druckerei des Zeitungsverlages Rubens in Unna. Dort erläuterte Chef vom Dienst Alexander Heine (rechts) die Entstehung der Zeitung von der Recherche bis zur Auslieferung durch die Boten.
Foto: Udo Hennes, Hellweger Anzeiger


Horst Stronk, Vorsitzender des Stadt- und Bezirksverbandes Münster, und seine Mannschaft, zeigten den Gästen das Einzigartige der westfälischen Hauptstadt, den Dom mit der Weltzeituhr, den Friedenssaal im Münsteraner Rathaus und das Mühlenhof-Freilichtmuseum. Die Gartenfreunde aus Castrop-Rauxel/Waltrop, mit Stephan Bevc vorneweg, begleiteten die Gäste durch die DASA Arbeitsweltausstellung in Dortmund und die Feuerwache. Die Gelsenkirchener Gartenfreunde unter Leitung ihres rührigen Vorsitzenden Franz Theilenberg hatten die Führung durch die Veltins-Arena – den Fußballtempel von Schalke 04 – und den Wissenschaftspark organisiert. Stadtverbandsvorsitzende Edelgard Möller präsentierte mit ihrer Mannschaft ein attraktives Dortmund-Programm, mit den beiden Höhepunkten „Dortmund von seiner besten Seite“ und einem Empfang der belarussischen Gartenfreunde durch den Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, Ullrich Sierau.


Ein Resümee – Wir gestalten Europa

Gemeinsame Erfahrungen, Partnerschaften und Freundschaften sind sehr wertvolle Bausteine einer mehr als zwei Jahrzehnte wachsenden Zusammenarbeit zwischen dem Kinderzentrum NADESHDA und den Kleingärtnern in Westfalen-Lippe, betonte Irina Makarowa, Leiterin der belarussischen Gruppe, am Abschiedsabend.

Landesverbandsvorsitzender Wilhelm Spieß knüpfte an die Ausführungen seiner Vorrednerin an und erinnerte an die erfolgreiche Entwicklung dieser Partnerschaft.

Kleingärtner aus den Regionen Hamm haben damals vor 25 Jahren von Anfang an als Handwerker und Gärtner vor Ort mit angepackt. Vor 12 Jahren haben wir erstmalig über den Landesverband das Projekt NADESHDA in andere Bezirks-/Stadtverbände und Kleingärtnervereine getragen und somit auf eine breite Basis gestellt. Und diese Basis wächst, betonte Wilhelm Spieß am Beispiel des Empfangs durch den Ober­bür­ger­meis­ter der Stadt Dortmund. Oberbürgermeister Ullrich Sierau habe nicht nur als 1. Bürger seiner Stadt die Besucher empfangen, sondern auch konkrete Un­ter­stüt­zung des Projektes NADESHDA durch befreundete Dortmunder Firmen angeregt.

Eine Verabschiedung ist auch mit einem Resümee und Ausblick verbunden. Hierzu Werner Heidemann: „Von Vertrauen und gegenseitiger Achtung sind unsere ge­wach­se­nen Partnerschaften und Freundschaften geprägt. Sie sind wertvolle Bausteine für ein zusammenwachsendes Europa. Unsere gemeinsamen Initiativen sind heute wichtiger denn je, wo doch in Europa wieder Grenzzäune gebaut werden, eine po­li­ti­sche Eiszeit zwischen Ost und West auf dem Vormarsch ist und Politiker oft ratlos wirken“.

Herzlichen Dank sagen wir allen Verbänden und Vereinen, Gartenfreunden und Förderern, die mit ihrem Engagement Freundschaften und Partnerschaften in Belarus und Deutschland mitgestalten und stärken.

Werner Heidemann