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25.02.2014

Partnerschaften machen stark

Immer wieder betonen wir: „Wir – die Kleingärtner – sind eine starke Organisation“. Dies zeigen wir durch verschiedene Aktionen und Projekte. Ganz besonders wird es dadurch deutlich, dass wir vertrauensvoll und eng mit der Politik und den Verwaltungen zusammenarbeiten. Das ist gut so und auch erfolgreich.

Die Vielfalt und Vielschichtigkeit unserer Arbeit hat aber auch immer häufiger zur Folge, dass wir über den Tellerrand, d.h. unsere Gartenparzelle, hinausschauen müssen. Hierbei kommt der Zusammenarbeit mit Partnern, die ähnliche Interessen verfolgen und dies in die Öffentlichkeit tragen, eine immer größer werdende Bedeutung zu.

Partnerschaften stärken das Kleingartenwesen. Der Vorsitzende des NABU NRW, Josef Tumbrinck, diskutiert mit den Fachberatern der Bezirks-/Stadtverbände auf der Herbsttagung 2013 in der Landesschule über die Möglichkeit der Zusammenarbeit.

Zwei Beispiele, die dies untermauern: Im Rahmen der Herbsttagung der Bezirks- und Stadtverbandsfachberater im November 2013 stellte sich der NABU NRW (Naturschutzbund), vertreten durch den Vorsitzenden Josef Tumbrinck, vor. Neben der Struktur des eigenen Verbandes arbeitete Josef Tumbrinck im Rahmen seines Vortrags die Gemeinsamkeiten mit uns Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern heraus. Nicht nur unser innerstädtisches Umfeld, nein auch die landwirtschaftlich geprägten Regionen unseres Landes sind „ausgeräumt“. Sie bieten kaum noch Rückzugsmöglichkeiten für die Vogelwelt und Kleintiere. Die Pflanzenvielfalt ist zurückgegangen und Versiegelung und Monokultur sorgen für eine Verarmung der Natur.

Unsere Gärten stellen genau das Gegenteil dar. Die Artenvielfalt des Pflanzenanbaus, Vogelschutzgehölze und ökologische Kleinmaßnahmen in allen Varianten bieten Nahrung und Schutz für Vögel und Kleintiere. Gegenseitiger Gedankenaustausch, das Lernen voneinander und die Zusammenarbeit bei der Naturerhaltung, der Naturförderung und dem Naturschutz können uns weiterbringen. So zeigen wir: Unsere Arbeit wirkt in die Stadt und die Landschaft hinein. Sie macht unsere Gärten zu einem Bindeglied zwischen Mensch, Natur und Umwelt.

Was nutzt aber verbandspolitisch diese Arbeit, wenn sie nicht entsprechend publiziert wird. Dies ist Aufgabe der Öffentlichkeitsarbeit und der damit verbundenen Nutzung der Medien. In erster Li nie sind es die Mitgliederzeitschriften „Gartenfreund“ und „Der Fachberater“. Sie haben unterschiedliche Zielgruppen. Der „Gartenfreund“ ist die Zeitschrift für jeden einzelnen Kleingärtner. Die Information und der Nutzen für den Einzelnen stehen in dieser Zeitschrift im Vordergrund.

Unsere Mitgliederzeitschrift „Gartenfreund“ ist das Produkt einer Partnerschaft von zehn Landesverbänden und dem Verlag W. Wächter. Auf gemeinsamen Redaktionskonferenzen werden die Themen für die zukünftigen Ausgaben erörtert und festgelegt.

Klar umrissene, verständlich aufgearbeitete Themen, sowohl fachbezogen als auch kleingärtnerisch allgemein, sind neben den Landesverbands- und Vereinsnachrichten der Schwerpunkt.

„Der Fachberater“ ist das Sprachrohr des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde (BDG) und dient als Lehr- und Informationsquelle für alle Vereine und Verbände des BDG. Übergeordneten Themen und Zielsetzungen sind seine Schwerpunkte.

Beide Mitgliederzeitschriften stellen die Bindung zwischen Verband, Verein und der Mitgliedschaft her und stiften dauerhaft Gemeinsamkeit und Identifikation.

Neben dieser verlegerischen Tätigkeit wurde auch im Internet mit dem Forum „gartenfreund.de“ eine Plattform geschaffen, die den Interessentenkreis für das Kleingartenwesen deutlich erweitert.

Letztendlich trägt auch der gemeinsame Internetauftritt vieler Landesverbände zu einer umfassenden Öffentlichkeitsarbeit bei. Dies unterstützen wir durch das Angebot des Anschlusses unserer Stadt- und Bezirksverbände an den Internetauftritt unseres Landesverbandes www.kleingarten.de. Er schafft die Möglichkeit des Zugriffs auf alle Informationen vom Bundesverband bis zu den Stadt- und Bezirksverbänden.

Dies sind nur zwei Beispiele, die die Partnerschaften zwischen Organisationen beschreiben. Der Nutzen für uns hängt auch davon ab, wie wir die Partnerschaften mit Leben füllen. Es genügt nicht, deren Ergebnisse zu konsumieren, wir müssen uns selbst auch engagieren, um das erfolgreich Begonnene zum nachhaltigen Erfolg zu führen.

Wilhelm Spieß,
Landesverbandsvorsitzender