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01.09.2016

Rückschau - Wie alles begann

Was vor mehr als zwei Jahrzehnte engagierte Christen in Ost und West nach dem verheerenden Reaktorunfall 1986 in Tschernobyl als Ideenskizze auf den Weg brachten, hat sich zu einem prächtigen Projekt entwickelt. Seit 22 Jahren finden im Kinderzentrum NADESHDA Kinder im Alter von 6 – 17 Jahren Erholung, pädagogische und medizinische Betreuung. Sie essen gesundes Obst und Gemüse, das in den Gärten des Kinderzentrums wächst.

Heute können gleichzeitig 280 Kinder aus den verstrahlten Gebieten im Zentrum untergebracht werden. Der medizinische Bereich wurde erneuert und die Mensa erweitert. Im Sinne einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Entwicklung wurde die Energieversorgung des Zentrums auf erneuerbare Energien (Holzhäcksel, Solar, Photovoltaik) umgestellt.

Der umweltverträgliche Anbau von Obst und Gemüse sichert die Versorgung der Kinder mit frischen Gartenprodukten, angebaut in einer strahlungsfrei gebliebenen Zone, ohne synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel. Die Entwicklung dieses Projektes haben die Kleingärtner aus Westfalen-Lippe von Beginn an unterstützt: durch Beratung, Saatgut und Spendengelder. Kleingärtner aus der Region Hamm waren von Anfang an als Aufbauhelfer mit dabei. Sie haben beherzt mit angepackt, die ersten Obstgehölze gepflanzt und gepflegt. So ist ein ökologisch-gärtnerisches Unternehmen entstanden, das in Belarus landesweit als Pilotprojekt anerkannt wird.

Der Landesverband, viele Verbände, Vereine und Gartenfreunde unterstützen das Projekt auch im Rahmen der Aktion "Taten statt Weihnachtskarten". In der Weih­nachts­zeit verzichten wir auf den Versand unserer obligatorischen Weihnachtsgrüße und spenden für NADESHDA. (Mehr dazu in der Dezemberausgabe ihrer Mit­glie­der­zeit­schrift "Gartenfreund".)

NADESHDA wächst und verbindet die Menschen in Ost und West, in Belarus und Deutschland, weit über das Projekt hinaus. Viele Partnerschaften und Freundschaften – ob im Privaten oder auf der Ebene der Verbände – sind so entstanden, bereichern unser Leben und sind ein wertvoller Baustein für ein vereintes Europa.