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04.12.2017

Vorstandsratssitzung am 1. und 2. Dezember 2017 in der Landesschule

Rückblick: Landeswettbewerb 2017 "Kleingartenanlagen in NRW"

Mit einem Rückblick und Impressionen von der Bereisung und Preisverleihung begann nach der Begrüßung durch den Landesverbandsvorsitzenden Wilhelm Spieß Teil I der Vorstandsratssitzung. Landesfachberaterin Ulrike Brockmann-Krabbe, die auch als Jurymitglied den Wettbewerb begleitete, nahm die Zuhörer mit auf eine Reise durch ein lebendiges Kleingartenwesen. Am 19. Juni 2017 startete die Jury mit ihrer viertägigen Reise kreuz und quer durch NRW. Insgesamt 10 Kleingartenanlagen in Bielefeld, Bochum, Castrop-Rauxel, Dortmund, Düsseldorf, Gelsenkirchen, Oer-Erkenschwick und Wuppertal wurden besichtigt, um vor Ort mehr über die städte­bau­lichen, sozialen, ökologischen, stadtklimatischen und gartenkulturellen Leistungen des Kleingartenwesens zu erfahren.


Aufmerksame ZuhörerAufmerksame Zuhörer


Erstmalig konnten als Ergänzung zu den „traditionellen Kleingartenanlagen“ alter­native Gartenprojekte zum Landeswettbewerb gemeldet werden.

Bewertet wurden einerseits die städtebauliche Entwicklung und Sicherung des Klein­garten­wesens durch die Kommunen, andererseits standen soziale und ökologische Projekte in den Vereinen und Kleingartenanlagen bei den Juroren hoch im Kurs. Und hier wurde die Jury gewiss nicht enttäuscht. Was Kleingärtnervereine in ihren Anlagen in Zusammenarbeit mit Schulen, Kindergärten, Naturschutzverbänden, sozialen Ein­rich­tungen, Kommunalpolitik und Verwaltung auf den Weg bringen, das bereichert das Stadtquartier in vielfältiger Weise. Und auch bei den Alternativen Formen und Initiativen des urbanen Gärtnerns waren die Kleingärtner in den meisten Fällen aktiv beteiligt und zum Teil Initiatoren der Projekte. Ulrike Brockmann-Krabbe „Es hat sich gelohnt dabei zu sein, sowohl für die beteiligten Vereine als auch für die Jury, die vor Ort die ganze Spannbreite der vielfältigen Leistungen des Kleingartenwesens für die Allgemeinheit hautnah erleben durfte.“


Mitgliederversammlung am 5. Mai 2018 in Gladbeck – Vorbereitungen

Die Vorbereitung der Mitgliederversammlung des Landes­verbandes am 5. Mai 2018 in Gladbeck war ein weiterer wichtiger Beratungspunkt. Mit jeder Mitglieder­ver­samm­lung präsentiert der Landesverband – ergänzend zu den Rechenschaftsberichten für die Delegierten – der Öffentlichkeit auch ein stückweit das Engagement seiner Mit­glieder zum Wohle von Stadt und Land. Neben den mehr als 160 Delegierten aus 32 Bezirks-/Stadtverbänden erwarten wir Gäste aus Kommunal- Landes- und Bundes­politik, aus der Verwaltung und von befreundeten Verbänden.

NRW-Umweltministerin Christina Schulze Föcking hat ihre Teilnahme als Fest­tags­red­nerin zum Thema „Entwicklungsperspektiven des Kleingartenwesens in NRW“ zu­gesagt.

Auch Vorstandswahlen stehen an. 2018 endet die Wahlperiode für folgende Garten­freunde: Wilhelm Spieß, Landesverbandsvorsitzender, Stephan Winter, Schriftführer, Ulrike Brockmann-Krabbe, Landesfachberaterin, und Karin Hegel, Landesberaterin für Frauen, Jugend und Familie. Alle bisherigen Amtsinhaber treten mit geschlossener Unterstützung des Vorstandsrates wieder an.


Starke Lehrgangsnachfrage

Zahlreiche Berichte über geplante Aktivitäten des Landes­verbandes prägten den weiteren Sitzungsverlauf. Ingrid Surmann, stellvertretende Vorsitzende der Schreber­jugend NRW, und Stephan Bevc, unser Frontmann für die Jugendarbeit des Landes­verbandes, stellten im Duo ihre geplanten Jahresaktivitäten vor. Dazu gehört an herausragender Stelle eine „Ideenbörse“ für die Kinder- und Jugendarbeit. Eine Ein­bindung der Gartenfachberater – so Ingrid Surmann – wäre wünschenswert, da diese mit ihrem Fach­wissen über Kräuter, Obst und Gemüse eine große Bereicherung sein können. Der Landesverband möchte die Jugendarbeit stärker anschieben und in Zukunft auch Jugendprojekte an der Basis fördern, einerseits mit Beratung durch die Schreberjugend, andererseits auch finanziell. Diesen Diskussionsprozess werden wir gemeinsam voranbringen.


Jugendarbeit ist NachwuchswerbungJugendarbeit ist Nachwuchswerbung für die Vereine. Ingrid Surmann und Stephan Bevc appellieren mit Leidenschaft für mehr Zusammenarbeit von Schreberjugend und Kleingärtnerorganisation.


Über eine erfreulich starke Lehrgangsnachfrage an der Landesschule, sowohl im Gesamtjahr 2017 als auch im ersten Halbjahr 2018, berichtete Landesfachberaterin Ulrike Brockmann-Krabbe. Mehr Nachfrage bedeutet auch zwangsläufig eine Aus­weitung des Lehrgangsangebotes und Mehrausgaben.

Sehr gut angenommen wurde ein neuer Tageslehrgang für aktive Wertermittler. Der Erfahrungsaustausch und die Erörterung von Einzelfragen der Wertermittler be­stimm­ten diesen neuen Lehrgangstyp. Unsere Fachreferenten für Wertermittlung, Wilhelm Spieß, Bernhard Lammers und Dirk Lehmhaus standen mit ihrem Fach­wissen den Teilnehmern zur Seite.

Die Sommertagung der Bezirks-/Stadtverbandsfachberater steht ganz im Zeichen einer Tagesexkursion ins Rheinland. Am 7. Juli 2018 besuchen wir das Ökotop Heerd in Düsseldorf mit seinen alternativen Gartenformen und lernen anschließend mehr über die Bildungsarbeit und die Naturschutzprojekte der Biologischen Station Haus Bürgel in Monheim kennen. Im Herbst/Winter 2018 wird gemeinsam mit den Fach­beratern der Bezirks-/Stadtverbände ein Workshop zur „(Neu-)Ausrichtung der Fachberatung“ in der Landesschule stattfinden.


Partnerschaften: Besuch aus Belarus

Der stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes, Peter Schulz, erinnerte an europäische Begegnungen im Bereich des Klein­garten­wesens. Vom 30. September bis 6. Oktober 2018 wird eine Gartenfreunde-Delegation aus Belarus mit vielen Teil­nehmern aus dem Kinderzentrum NADESHDA unsere Landesschule besuchen. Von hier aus starten sie dann Tag für Tag mit dem Reisebus in die Städte und Regionen, um auch das Besondere in unseren Kleingartenanlagen kennenzulernen. Bei der Programm­gestaltung hat sich die Übernahme von Tagespatenschaften durch inte­ressierte Bezirks-/Stadtverbände bewährt. Spontan erklärten sich die Vertreter der Verbände Bielefeld/Kreis Gütersloh, Bochum, Castrop-Rauxel/Waltrop, Dortmund und Hamm - Kreis Unna bereit, unsere Gäste aus Belarus zu betreuen.


Taten statt Weihnachtskarten – Spenden für das Kinderzentrum NADESHDA

Peter Schulz appellierte mit Leidenschaft an die Verbände und Vereine unsere Aktion "Taten statt Weihnachtskarten" zu unterstützen (siehe "Gartenfreund", Ausgabe Dezember 2017, Seite VII). Der Erlös dieser Weihnachtsaktion ist für den Bau einer Photovoltaikanlage in NADESHDA bestimmt. Bei dieser Gelegenheit appellierte Karin Hegel, Landesberaterin für Frauen, Jugend und Familie, diese Spendenaktion mit dem Kauf von selbstgemachten Garten- und Weihnachtsaccessoires zu unterstützen. Das erfreuliche Ergebnis, die Tagungsteilnehmer griffen zu und spendeten reichlich.

Insgesamt sind so am Vorstandsratswochenende und bei anderen Herbstaktionen knapp 1.000,00 Euro Spendengelder zusammengekommen. „Das ist gut angelegtes Geld und fließt direkt in das Kinderzentrum NADESHDA“, betonte Peter Schulz ab­schließend und dankte auch im Namen seiner Kollegen für die verschiedenen Unter­stützungsaktionen. Ein besonderer Dank gilt Karin Hegel, die immer wieder mit viel Engagement und Kreativität außergewöhnliche Spendenaktionen auf den Weg bringt.


Ein besonderer Dank gilt Karin HegelEin besonderer Dank gilt Karin Hegel, die immer wieder mit viel Engagement und Kreativität außergewöhnliche Spendenaktionen für NADESHDA auf den Weg bringt.


Bericht aus Berlin: Untersuchung „Kleingärten im Wandel“

Von NRW nach Berlin zum Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG): BDG-Präsidiumsmitglied Werner Heidemann stellte die neue Untersuchung „Kleingärten im Wandel“ in den Mittelpunkt seiner Berichte. Diese Untersuchung, die im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt durchgeführt wird, soll Aufschluss geben, welche aktuellen und künftigen Entwicklungen sich im Kleingartenwesen vollziehen. Wie rea­gieren das organisierte Kleingartenwesen und die Kommunen auf neue Anforde­rungen? Welche Unterstützungen sind notwendig, um sich neuen Herausforderungen zu stellen? Welche Kooperationen gibt es? Fragen über Fragen! Für die Befragungen hat das Institut für Stadtplanung und Sozialforschung Weeber & Partner in NRW knapp 30 Kommunen und einige Bezirks/Stadtverbände ausgesucht. Werner Heidemann appellierte insbesondere an die beteiligten Bezirks-/Stadtverbände: „Machen Sie mit. Wer, wenn nicht wir, kann über die aktuellen Entwicklungen im Kleingartenwesen authentisch berichten?“


Ein Blumenstrauß von Wilhelm SpießEin Blumenstrauß von Wilhelm Spieß, Landesverbandsvorsitzender, für Ulrike Brockmann-Krabbe, die als Jurymitglied des Landeswettbewerbes 2017 die Zuhörer mitnahm auf eine Reise durch ein lebendiges Kleingartenwesen.

Fazit:

Zahlreiche verbandspolitische wichtige Punkte wurden durchaus leidenschaftlich diskutiert und im Ergebnis einvernehmlich auf den Weg gebracht. Das zeugt von gegenseitigem Vertrauen und Respekt.

Mit Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit verabschiedete Wilhelm Spieß die Teilnehmer.

Werner Heidemann,
Geschäftsführer des Landesverbandes