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01.12.2016

Der Garten im Dezember 2016

Tipp: Am 4. Dezember ist Barbaratag. Wer an diesem Tag Zweige von Zierkirsche, Pflaume, Forsythie, Kornelkirsche, Schlehe oder Zierquitte schneidet, hat zu Weihnachten die ersten Frühlingsboten im Zimmer. Die abgeschnittenen Zweige werden dazu eine Stunde in lauwarmes Wasser gelegt und danach in eine Vase, deren Wasser mit Frischhaltemittel für Schnittblumen präpariert wurde, gestellt. Pünktlich zur Weihnacht zeigen sich die ersten zarten Frühlingsblüten im Zimmer.

Gefrierschutz bei Frühbeetkästen
Frühbeete, die schon im Februar genutzt werden sollen, müssen gegen starkes Einfrieren geschützt werden. Trockenes Laub, etwa 30 cm stark in den Frühbeetkasten eingebracht, eignet sich dazu am besten. Auch von außen sollte das Frühbeet mit einer dicken Laubschicht eingepackt werden, sonst dringt der Frost von der Seite her ein. Frühbeete, die noch mit Gemüse, zum Beispiel Winterendivien oder Feldsalat, besetzt sind, sollten bei frostfreier Witterung regelmäßig gelüftet werden. Das beugt dem Befall der Pflanzen mit Mehltau und anderen pilzlichen Erregern vor.

Winterschnitt bei Obstgehölzen
Bei frostfreiem Wetter kann mit dem Winterschnitt der Obstgehölze begonnen werden. Zugleich sind noch vorhandene Fruchtmumien und Raupennester an den Bäumen zu entfernen und zu vernichten. Sich vor dem Beginn der Schnittarbeiten noch einmal ein wenig mit den Grundlagen des Obstbaumschnitts zu befassen, kann nicht schaden. Seit jeher ist er neben der Sortenwahl ein viel und manchmal kontrovers diskutiertes Thema im Obstbau. Obstbaumschnitt ist kein Allheilmittel. Er ist nur eine spezifische Pflegemaßnahme unter  vielen anderen. Auch die bereits im Oktober angelegten Leimringe gegen den Frostspanner sollten gegen Ende des Jahres erneuert werden. Durch anhaftenden Schmutz sind sie in der Regel nicht mehr so fängig.

Christrosen schützen
Christrosen leiden im Winter nicht, wenn sie gegen starken Frost und Wind geschützt sind. Den einfachsten Schutz ergeben paar Zweige Nadelreisig oder eine Kiste ohne Deckel. Sie wird über die mit Knospen besetzte Pflanze gestülpt und mit trockenem Laub aufgefüllt. Nach Abklingen des Frostes muss der Schutz entfernt werden, damit die Pflanzen nicht vergeilen oder von Pilzen befallen werden. Christrosen tauchen im Garten in verschiedenen Arten, Rassen und Sorten auf. Helleborus niger ‚Praecox’ blüht oft schon ab Anfang Dezember.

Zimmerpflanzen nebeln
Höhere Luftfeuchtigkeit fördert das Wohlbefinden von Zimmerpflanzen.  Zimmerpflanzen leiden im Winter oft bei zu geringer Lichtmenge und trockener Zimmerluft in überheizten Zimmern. Dies gilt besonders für Wohnräume. Häufiges Nebeln schafft Abhilfe, denn die Luftfeuchtigkeit in der Umgebung der Pflanzen wird damit gleichmäßig erhöht. Übrigens: Der im Moment wieder topaktuelle Weihnachtsstern gehört im Gegensatz zu seinen winterblühenden Schwestern Azalee und Alpenveilchen ins warme Zimmer. In zu kühlen Räumen verliert er oft alle Laubblätter, was unschön aussieht. In lufttrockenen Räumen muss er zudem reichlich gewässert werden.