Deutsch
DeutschFachthemenTipp des Monats
18.11.2012

Meerrettich

Schmeckt jetzt frisch am besten: Meerrettich

Die klassische deutsche Küche ist kaum für ihre Schärfe bekannt. Eine der wenigen Ausnahmen: Meerrettich (botanisch: Armoracia rusticana). Er verfeinert schon seit hunderten von Jahren Fisch- und Fleischgerichte. Jetzt ist die richtige Zeit die frischen Wurzeln zu ernten.

Natürlich findet man die scharfe Wurzel auch konserviert im Glas, doch frischer Meer­rettich ist deutlich aromatischer. Von der frischen Wurzel sollte nur so viel abgerieben werden, wie gebraucht wird. Sofort mit Zitronensaft beträufelt bleibt die Wurzel weiß.

Wie die meisten Wurzelgemüse entwickelt sich Meerrettich in lockerem, humosen Boden am besten. Die Ernte ist jedoch ein kleiner Kraftakt. Der Boden wird dazu mit der Gra­be­ga­bel rund um die Wurzel gelockert und diese mit einem kräftigen Ruck herausgezogen. Nur mindestens zwei bis drei Zentimeter dicke Stangen wandern in die Küche. Dünnere werden im Frühjahr in 30 Zentimeter lange Stücke geschnitten und schräg in 20 Zentimeter tiefe Rillen gepflanzt. So bleibt der Nachschub stets gesichert.