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DeutschFachthemenTipp des Monats
01.06.2015

Lupine: Der Wolf im Blumengewand

LupineOb Weiß, Gelb, Rosa, Violett oder gar zweifarbig – die langen aufrechten Blütenkerzen der Lupinen (botanisch: Lupinus-Hybriden) verzaubern im Juni die Gärten mit ihrer Farb­pracht. Ein Klassiker ist die zu den Hülsenfrüchten gehörende Pflanze im sommerlichen Bauerngarten. Denn Lupinen sind trotz ihrer Pracht keine reine Zierde: Die Samen einiger Sorten sind ein vielfältig verwendbarer Eiweißlieferant: Verarbeitet zu Mehl oder Milch können sie so manches tierische Produkt ersetzen. Allergiker sollten allerdings aufpassen, einige Eiweiße der Pflanze können Unverträglichkeiten auslösen. Ob die Pflanze deswegen nach dem Wolf (lateinisch Lupus) benannt ist, ist jedoch zweifelhaft.

Die Aussaat der prachtvollen Pflanzen lohnt aber auch, wenn man sie nur betrachten möchte. Empfehlenswert ist ein sonnigen Platz mit lockerem, leichtem und leicht saurem Boden. Färben sich die Blätter gelb, ist der Boden meist zu kalkhaltig. Um die Blüte zu verlängern, können die verblühenden Fruchtstände abgeschnitten werden. Dabei sollten jedoch die Blätter nicht verletzt werden.