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DeutschFachthemenTipp des Monats
08.06.2015

Kornrade

KornradeWar sie selbst einst für einige Vergiftungen verantwortlich, ist sie heute fast komplett den chemischen Unkrautvernichtern zum Opfer gefallen: Die Kornrade (botanisch: Agrostemma gracilis) wuchs einst als schmuckes Unkraut in Getreidefeldern. Heute ist sie in freier Natur sehr selten geworden. Ein Grund mehr, ihr im Blumenbeet eine neue Heimat zu geben. Die giftigen, aber schmucken Blümchen sind besonders für naturnahe Gärten empfehlenswert.

Auf kalkhaltigem Boden und bei trockener Witterung breitet sich die Kornrade schnell aus und lässt mit ihren tief Rosa gefärbten Blüten selbst im Stadtgarten ein Gefühl von Sommer auf dem Land aufkommen. Und dieses Gefühl lässt sich sogar mit nach Hause nehmen: Die Blumen halten sich als Schnittblumen bis zu einer Woche lang in der Vase.

Im Mittelalter galt die Kornrade sogar als Heilpflanze für allerlei Beschwerden von Akne bis Zahnschmerzen. Von Experimenten mit der giftigen Blume ist dennoch unbedingt abzuraten, sich an ihren Blüten zu erfreuen ist jedoch vollkommen ungefährlich.