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03.05.2012

Eisheilige können Balkonpflanzen den Garaus machen

Balkongarten

Erst Mitte Mai ist Saisonstart im Balkongarten

Baumärkte und Gartencenter locken zwar schon seit Wochen mit farbenfrohen Sommerblumen, der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e. V. (BDG) warnt jedoch davor, Balkone zu früh zu bepflanzen: Bis Mitte Mai können Nachtfröste der bunten Pracht ein jähes Ende setzen. Wer es bereits im frühen Frühjahr auf Balkonien grün haben möchte, sollte daher ein paar Tipps beherzigen.
 
„Jeder Pflanzenliebhaber kennt das Bild: Schon ab März blühen im Gartencenter Tagetes munter neben Pelargonien, Petunien wetteifern mit Dahlien um den schönsten Farbton – sofort möchte man mit dem Pflanzen loslegen. Doch dabei ist Vorsicht geboten“, erläutert Thomas Wagner, Fachberater beim BDG, „denn wirklich frostfrei ist es in Deutschland erst nach den Eisheiligen Mitte Mai. Besonders Sommerblumen wie Petunien, Geranien, Fuchsien und Dahlien kann es schon bei minus einem Grad Celsius eiskalt erwischen.“ Das Traurige: Viele unerfahrene Balkongärtner haben dann den Eindruck, ihnen fehle der Grüne Daumen und schieben das plötzliche Ende ihrer Blütenpracht mangelnder Pflege zu. Dabei werden die kälteempfindlichen Pflanzen einfach zu früh angeboten.
 
Ein früher Blumenkauf kann trotzdem sinnvoll sein, denn viele Gartencenter verlegen die Verkaufssaison von Jahr zu Jahr nach vorn. Zur besten Pflanzzeit ist dann der größte Teil des Sortiments ausverkauft und es sind nur noch Ladenhüter minderer Qualität erhältlich. Allerdings sollte vor dem 15. Mai die Wettervorhersage besonders aufmerksam verfolgt werden, um auf späte Minusgrade reagieren zu können. Kleinere Kästen und Kübel finden bei nächtlicher Frostgefahr im warmen Haus Schutz. Einfacher geht dies wenn, die Pflänzchen bis zum Setztermin in ihren Töpfchen in Paletten bleiben und erst nach den Eisheiligen nach draußen gepflanzt werden.
 

Haben die Blumen die letzten Fröste überlebt, reichen gießen und düngen für ungetrübte Balkonfreude aus. Wer mit dem Gießen bereits ausgelastet ist, kann auf praktische Vorratsdünger in Form von Düngestäbchen, -granulat oder -tabletten zurückgreifen. Thomas Wagner erklärt: „Mit der Vorratsdüngung sind die Pflanzen je nach Produkt für zwei bis sechs Monate versorgt. Vergessen Sie jedoch nicht, den nächsten Düngetermin im Kalender zu notieren, damit ihre Blütenpracht nicht plötzlich Hunger leiden muss.“


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Fotos: Fotos honorarfrei