Westfalen-Lippe
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(17.07.2009, wb)

Kleingärten in der Stadt 2020

An dem vom "Bundesverband Deutscher Gartenfreunde" (BDG) organisierten Kongress „Kleingärten in der Stadt 2020“ am 4. und 5. Juni in Potsdam nahm auch eine Delegation aus dem westfälisch-lippischen Landesverband teil.

Der BDG hatte eingeladen, um über Lösungen und Ansätze zur Entwicklung eines zukunftsorientierten Kleingartenwesens zu diskutieren. Unser Landesverband fühlte sich zur Teilnahme an diesem Kongress besonders aufgerufen, weil gerade wir seit längerer Zeit intensiv über die Zukunft des Kleingartenwesens diskutieren: Demografische Entwicklung, Klimawandel so wie nachhaltige Konsum- und Lebensstile waren Themen, die wir im „Grün Diskurs Lünen“ behandelt haben. Über unsere erfolgreichen Bemühungen zur Durchführung der Landesstudie „Zukunft des Kleingartenwesens in NRW“ haben wir bereits mehrfach berichtet.
An dem Kongress sollten nicht nur Funktionäre des Kleingartenwesens teilnehmen, sondern besonders die für das Kleingartenwesen wichtigen Akteure außerhalb des Verbandswesens waren eine wichtige Zielgruppe.
Menschen aus der Politik, Verwaltung, befreundeten Organisationen sollten sich an den Diskussionen beteiligen.
Aus der Politik nahm die SPD Landtagsabgeordnete Cornelia Ruhkemper teil. Aus dem kommunalen Bereich nahmen der Sprecher der Gartenamtsleiterkonferenz (GALK-NRW), Martin Oldengott, der Stadtrat der Stadt Münster, Thomas Paal, und der Technische Beigeordnete der Stadt Oer- Erkenschwick, Bernd Immohr, teil. Als Wissenschaftlerin war Prof. Dr. Martina Oldengott ebenso vertreten wie Regina von Oldenburg von der Natur- und Umweltschutz-Akademie (NUA) in Recklinghausen. Der Kongress, der unter dem Motto „Kleingärten in der Stadt 2020“ stand, befasste sich im Wesentlichen mit folgenden Schwerpunktthemen: städtebauliche Aspekte, soziale Aspekte, kleingärtnerische Angebote. Die hervorragende Organisation und die fachkundigen Referenten, die für die Entwicklung unserer Gesellschaft bedeutende Themen ansprachen, wurden insbesondere von den „externen Teilnehmern“ ausnahmslos gelobt. Besonders überrascht war man von der Breite des Engagements von Kleingärtnern in der Gesellschaft.

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Ein besonders gelungenes Beispiel war der Ausstellungsbeitrag des Künstlers und Kleingärtners Wilm Weppelmann aus Münster unter dem Titel: „move_allotment_ 2009-2020“.
In den Gesprächen nach den Vorträgen und beim abendlichen Zusammensein wurde immer wieder deutlich, wie überrascht gerade Außenstehende, obwohl dem Kleingartenwesen verbunden, über die derzeitigen Leistungen der Kleingärtner sind. Auch die ernsthaften Bemühungen, sich den drängenden Problemen der Zukunft zu stellen und nach Lösungen zu suchen, wurden mehrfach gelobt. Die Inhalte der Vorträge und die Diskussionen dazu wurden von Allen als Bereicherung für ihre zukünftige Arbeit bei der Sicherung des Kleingartenwesens gesehen. Eine Erkenntnis aus diesem Kongress, bezogen auf die demografische Entwicklung, ist für mich: Bei einer durchschnittlichen Entwicklung der Altersstruktur (in Jahren) der über 60-Jährigen von heute 26 % auf 36 % im Jahre 2028 und bei den unter 20-Jährigen von heute19 % auf 16 % im Jahre 2028 kommen allein hier viele drängende Probleme auf uns zu.
„Wir können es uns nicht mehr leisten, einen großen Teil unserer Kraft in Ausseinandersetzungen persönlicher Art zu vergeuden. Nur mit gemeinsamem Handeln, Vorstand und Mitglieder miteinander und untereinander, werden wir die Zukunft meistern“.

Werner Bolder,
Vorsitzender Landesverband 


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