Pläne schmieden
Der Winter ist die beste Zeit, Fachliteratur zu lesen und Pläne für die kommende Saison zu schmieden. Gute Gartenbücher und Fachzeitschriften machen sich oft schon bezahlt, wenn man auf Arten oder Sorten aufmerksam gemacht wird, die regional besonders gut gedeihen oder sichere Erträge bringen. Auch Tipps zur Gesunderhaltung der Pflanzen sind wertvoll. Man sollte sich beizeiten nicht nur über Schädlinge und Krankheiten und deren Bekämpfung informieren, sondern auch darüber, wie man ihr Auftreten verhindert. Viele vorbeugende Maßnahmen fördern das biologische Gleichgewicht im Garten und machen ihn zu einem wertvollen Kleinbiotop mit Lern- und Erlebniseffekten – auch für Kinder.
Vogelnistkästen bauen
Zum Bau von Nistgelegenheiten für gefiederte Pflanzenschutzhelfer hat man jetzt die meiste Zeit. Bei einigem Geschick ist es nicht schwer, geeignete Nistkästen herzustellen. Es müssen nur die Bedürfnisse der einzelnen Vogelarten berücksichtigt werden. Das betrifft nicht nur die Kastengröße, sondern vor allem die des Fluglochs. Auch die Form spielt eine Rolle. Nicht alle Vögel wollen runde Fluglöcher. Beispielsweise bevorzugen Gartenrotschwänzchen eine spaltartige Einflugöffnung, die nicht zu schmal sein darf. Damit das Säubern der Nistkästen erleichtert wird, sollten sich Vorder- oder Rückseite des Kastens leicht entfernen lassen. Alle Nistkästen sind katzensicher aufzuhängen. Bauanleitungen und Informationen, welche Singvogelart zum Beispiel welche Nisthilfe bevorzugt, sind in großer Zahl im Internet zu finden, zum Beispiel auf der Internetseite des Natuschutzbundes (NABU).
Heilpflanzen vor Kahlfrost schützen
Ende Dezember kann mit dem Auslichten der Ziersträucher begonnen werden. Aber Achtung: Es darf sich nicht um Frühlings- oder Frühsommerblüher wie Forsythie, Weigelie, Zierkirsche oder Flieder handeln. Diese Gehölze legen ihre Blütenknospen nämlich schon im Vorjahr an: Man würde sich durch den Winterschnitt um die Blüte bringen. Solche Gehölze werden erst nach der Blüte im neuen Jahr ausgelichtet. Für alle andere gilt: Geschnitten wird den Winter über. Einzige Bedingung: Die Temperatur liegt über -5°C.
Blütenzauber im winterlichen Garten
Mit goldgelben oder bronzefarbenen Blüten überrascht bei milder Witterung bereits im Januar die Zaubernuss (Hamamelis mollis). Zusammengerollt vertragen die Blüten bis zu minus 10°C Frost. Beste Bedingungen findet der Strauch an einem sonnigen bis halbschattigen Standort mit tiefgründigem, humosem Boden. Zaubernüsse können drei bis fünf Meter hoch werden und haben einen ausladenden Wuchs. Dies sollte bei der Standortsuche von Anfang an beachtet werden, denn die schönen Winterblüher lassen sich nicht gerne verpflanzen. Für kleine Gärten empfehlen sich stärker aufrecht wachsende Sorten wie die ‚Spanish Spider‘, ‚Orange Peel‘ oder ‚Ruby Glow‘.
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Gartentipp/Januar,
Download für den Schaukasten: 1001_gartentipp.pdf
Link: Bauanleitung Nistkästen, www.nabu.de/tiereundpflanzen/voegel/tippsfuerdiepraxis/nistkaesten/