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07.08.2020

Erfahrungsaustausch mit Fachexperten der SPD-Landtagsfraktion NRW in der Landesschule

 

  • Vorstellung des Forschungsprojektes „FEW-Meter“
  • Gesunde Ernährung aus Kleingärten 

Worum geht´s? Im Rahmen des Forschungsprojektes „FEW-Meter“ (Food, Energy, Water) werden Studien in Deutschland sowie in den Ländern Frankreich, Großbritannien, Polen und USA durchgeführt, die die Effizienz „urbaner Landwirtschaft“ untersuchen.

Dafür interessieren sich die Landtagsabgeordneten Annette Watermann-Krass, Inge Blask und André Stinka, die als Mitglieder des Fachausschusses für Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz, die Themenbereiche „gesunde Ernährung, fairer und regionaler Anbau“ in Zukunft intensiv erörtern möchten. Zu einem ersten Auftaktgespräch trafen sich die Experten am 7. August 2020 in der Landesschule.

Urbane Landwirtschaft (urban farming) ist ein Oberbegriff für die Lebensmittelproduktion in städtischen (urbanen) Räumen. Weltweit nimmt der kleinteilige Anbau von Obst und Gemüse in den Städten zu.

Urbane Landwirtschaft zeigt sich in den unterschiedlichsten Formen:

Dazu zählen in New York City und London die Gemeinschaftsgärten (community gardens), aber auch Dachfarmen, Aquakultur, Küchengärten und Therapiegärten erobern die Städte. Kleingärten sind seit je her Orte der Selbstversorgung, die seit der Jahrtausendwende eine Renaissance erlebt. Kleingärten gehören zum sozialen und ökologischen Netzwerk einer Stadt, sie sind im mehrfachen Sinne Teil des guten Klimas im Stadtquartier und Orte der Naturerfahrung. Klar doch, dass Kleingärten auch Teil der urbanen Landwirtschaft sind.

Die Projektkoordinatorin Runrid Fox-Kämper, Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS), stellte das Gesamtprojekt vor. Wie effizient und nachhaltig ist urban farming?

Welche Mengen werden über das Jahr geerntet?

Wie hoch ist der Einsatz von Wasser und Energie?

Fragen über Fragen, auf die die Forscher verlässliche Antworten finden möchten.

Aber auch die Artenvielfalt, das Erlebnis Gärtnern, die Nutzung der Ernteprodukte, Düngung und Pflanzenschutz sind Themenbereiche, die untersucht werden.

In Zusammenarbeit mit dem Forschungspartner ILS (Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung) und dem Landesverband werden Kleingärtner aus Bochum, Dortmund, Münster und Lünen in 2019 und 2020 ihre geernteten Produkte erfassen, sowie ihre gärtnerischen und ökologischen Aktivitäten dokumentieren. Unterstützt und beraten werden sie vor Ort von unserem Gartenexperten und Mitarbeiter an der Landesschule Stephan Grote aus Münster.

Unter Leitung von Wilhelm Spieß, Landesverbandsvorsitzender, folgte anschließend ein konstruktiver Meinungsaustausch mit den Abgeordneten, dem wissenschaftlichen Mitarbeiter der Fraktion, Leonard Wessel, der Projektmanagerin Runrid Fox-Kämper und den Projektexperten Stephan Grote und Werner Heidemann. Wir wünschen uns, dass mehr Politiker und Entscheidungsträger in Sachen „gesunde Ernährung, fairer Handel, regionaler Anbau, Selbstversorgung und Kleingärten“ beherzt Partei ergreifen. Das war ein ermunternder Auftakt.

Weitere Projektinfos:

http://www.fewmeter.org/de/home-3/

http://www.fewmeter.org/en/research-team/

Werner Heidemann, Geschäftsführer

Erfahrungsaustausch in der Landesschule: v. l. Annette Watermann-Krass, MdL, Stephan Grote, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Landesverbandes, Runrid Fox-Kämper, Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung