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01.12.2019

Gedanken zum Jahreswechsel

„Das Kleingartenwesen entwickelt sich im Wechsel von Beständigkeit und Wandel. Mit seiner langen Tradition hat es nach wie vor einen festen Platz im Grün- und Freiraumsystem der Städte und erfüllt wichtige soziale, ökologische und städtebauliche Funktionen.“ Mit dieser Feststellung trifft die Studie „Kleingärten im Wandel – Innovationen für verdichtete Räume“ die exakte Beschreibung für das Kleingartenwesen zum Jahreswechsel 2019/2020.
Die Vorstellung der Studie war ein Hauptpunkt auf dem Bundesverbandstag im September dieses Jahres. Diese Studie untermauert wissenschaftlich genau, wie die Lage im Kleingartenwesen der Bundesrepublik ist und welche Zukunftsaufgaben sich hieraus ergeben. Sie wird uns auch in den nächsten Jahren beschäftigen und die Richtschnur für unser Handeln sein. Website: www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Veroeffentlichungen/Sonderveroeffentlichungen/2019/kleingaerten-im-wandel-dl.pdf?__blob=publicationFile&v=2

Wichtige Schulungsarbeit

So ist die Schulungsarbeit und Weiterbildung unserer Gartenfreundinnen und Gartenfreunde weiterhin der Schwerpunkt unserer Arbeit. Im Zusammenspiel von Vorstand, Geschäftsstelle und Referententeam wird diese Aufgabe immer wieder neu diskutiert und weiterentwickelt. An dieser Stelle muss ich auch einmal der Landesregierung, den Ministerien und den im Landtag vertretenen demokratischen Parteien, mit denen wir in regelmäßigem Kontakt stehen, für ihre Unterstützung und Förderung danken.

Besuch in Belarus

Die Fachberatung unseres Verbandes entwickelt sich weiter positiv und arbeitet erfolgreich im Sinne eines an der Natur und Nachhaltigkeit orientierten Gärtnerns. Erstmalig fand eine Frühjahrstagung der Fachberater in dem Kinderzentrum „Nadeshda“ in Belarus statt. Wir haben hierzu ausführlich in Ihrer Mitgliederzeitschrift „Gartenfreund“, Ausgabe August, berichtet.
So lernten unsere Gartenfreundinnen und Gartenfreunde die Arbeitsweise der Gärtner im Kinderzentrum kennen. Und auch die Notwendigkeit einer weiteren Unterstützung wurde deutlich. Daher verzichten wir auch in diesem Jahr wieder auf die obligatorischen Weihnachtsgrüße und spenden den Betrag im Rahmen unserer Aktion „Taten statt Weihnachtskarten“ für das Kinderzentrum. Herzliche Einladung an alle, die sich hieran anschließen möchten.
Im Rahmen einer Klausurtagung beschäftigte sich unser Verbandsvorstand mit der Weiterentwicklung des Kleingartenwesens in Westfalen und Lippe. Auch hier werden sich Veränderungen ergeben müssen, um unseren Verband weiterhin auf einer sicheren Grundlage in die nächsten Jahre zu führen.

Besuch aus Poznań

Im September besuchte uns eine Delegation aus dem Bezirk Poznań im Rahmen unserer mehr als 30-jährigen Partnerschaft und Freundschaft. Der Besuch fand in der wohltuenden Atmosphäre eines guten Familientreffens statt. Hierbei wurden die Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten zwischen dem polnischen und deutschen Kleingartenwesen diskutiert.
Gerade wenn sachliche Unterschiede bestehen, können die persönlichen Bindungen und Freundschaften diese überwinden und die Beziehungen festigen. Hierfür gebührt allen Stadt- und Bezirksverbänden, die an der Betreuung und der Programmgestaltung dieses Treffens beteiligt waren, ein herzlicher Dank.

Danke

Für die in diesem Jahr geleistete Arbeit, die oft über das normale Maß hinausging, gebührt meinen Vorstandskolleginnen und -kollegen, dem Referententeam und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Geschäftsstelle, unter Leitung unseres Geschäftsführers, ein herzliches Dankeschön.

Ausblick

Auch im Jahr 2020 werden wir neue und zeitgemäße Wege beschreiten, die den Erhalt und die Weiterentwicklung des Kleingartenwesens in unserem Land zum Ziel haben. Wir werden uns mit neuen Anregungen aus der Kleingartenstudie befassen, z.B. gesundheitliche Auswirkungen des Kleingartenwesens näher in den Blick nehmen und hierbei den Klimawandel und die Nachhaltigkeit nicht unberücksichtigt lassen. Unsere Schulungsarbeit wird sich an den aktuellen Gegebenheiten orientieren und damit ihrem Weiterbildungsauftrag gerecht werden.
Auf Landesebene werden wir die erfolgreiche Arbeit gemeinsam mit unseren Freunden aus dem Rheinland fortsetzen. Die Finanzierung unserer Schulungsarbeit muss gesichert bleiben. Die Mittel für die Kommunen müssen aufgestockt werden, um die Wirkungen der Kleingartenanlagen für das öffentliche Grün und die Bevölkerung sicherzustellen. Auf diesem Gebiet herrscht noch erheblicher Nachholbedarf. Dabei sind wir auf aktive Unterstützung unserer Stadt- und Bezirksverbände angewiesen.

Liebe Gartenfreundinnen und Gartenfreunde, ich wünsche Ihnen und Ihren Familien besinnliche Feiertage und für das neue Jahr 2020 Gesundheit, Glück, Zufriedenheit und viel Freude und Erfolg beim Gärtnern.


Wilhelm Spieß
Landesverbandsvorsitzender