Bezirksverband Lünen-Lüdinghausen-Selm der Kleingärtner e. V.
KGV „Wethmar“ triumphiert: Das „Goldene Kleeblatt“ ist vergeben
Das Geheimnis um Lünens schönste Kleingartenanlage ist gelüftet: Der KGV „Wethmar“ hat sich mit einer herausragenden Bewertung den ersten Platz gesichert und ist der stolze Gewinner des diesjährigen Anlagenwettbewerbs um das „Goldene Kleeblatt“. Mit beeindruckenden 158 Punkten setzte sich der Verein an die Spitze. Den zweiten Platz sicherte sich der KGV „Achenbach“ mit starken 120 Punkten. Einen Gleichstand gab es im Rennen um den verbleibenden Podestplatz: Mit jeweils
119 Punkten teilen sich der KGV „Bauverein Wilhelmshöhe“ und der KGV „Bork“ Rang drei.
Im Einsatz für den Wettbewerb: die Preisrichter, die Fachberaterin, die Vorsitzende des Bezirksverbandes
und der Vorstand des KGV „Wethmar“
Ein anstrengender Tag: die Fachberaterin und Organisatorin Ute Wortmann.
Hinter den Kleingärtnern und der Jury liegt ein logistischer und gärtnerischer Marathon der Extraklasse. Am vergangenen Samstag stand das gesamte Lüner Stadtgebiet im Zeichen des grünen Ehrenamts. Die Bewertungskommission des Bezirksverbandes Lünen-Lüdinghausen-Selm unter der fachkundigen Leitung von Bezirksverbandsfachberaterin Ute Wortmann nahm insgesamt 16 Kleingartenanlagen im Akkordtakt unter die Lupe. Der straffe Zeitplan begann am Morgen um 8:10 Uhr beim späteren Sieger in Wethmar und endete erst am frühen Abend um 18:00 Uhr in der Anlage „Auf der Geest“. Einzig der KGV „Buchenberg“ musste seine Teilnahme in diesem Jahr kurzfristig absagen.
Die logistischen Ausmaße dieser Mammuttour spiegeln sich in den Zahlen wider: Insgesamt rund 130 Kilometer legten die Preisrichter im Laufe des Tages auf den Straßen der Region zurück. Ermöglicht wurde diese reibungslose Fahrt durch die Arbeiterwohlfahrt, die dem Verband für diesen Zweck großzügig einen Bus zur Verfügung gestellt hatte. Doch mit dem Fahren allein war es nicht getan – hinzu kamen gut
20 Kilometer Fußmarsch in den Anlagen selbst. Schließlich wollte jeder Vereinsvorstand seine grüne Oase bestmöglich präsentieren, weshalb gemeinsam so manche versteckte Ecke angesteuert wurde. Wie lebendig das Vereinsleben ist, zeigte sich auch daran, dass in einigen Anlagen während des Jurybesuchs sogar noch die üblichen Gemeinschaftsstunden der Gärtner abgeleistet wurden, was der Kommission ein authentisches Bild des ehrenamtlichen Engagements vermittelte.
Die dreiköpfige Bewertungskommission war mit Silke Dobat, Lisa Suttrup und Wolfgang Gröning hochkarätig besetzt. Um eine absolut unparteiische und faire Punktevergabe zu garantieren, überließ der Bezirksverband nichts dem Zufall. Da die drei Preisrichter selbst aus teilnehmenden Vereinen stammten, war Sebastian Nohl, der Schriftführer des Bezirksverbandes, als offizieller Ersatzmann nominiert. Er kam in den drei Anlagen zum Einsatz, aus denen die jeweiligen Stamm-Preisrichter stammten. Durch dieses professionelle Rotationsprinzip war sichergestellt, dass keine Anlage einen Heimvorteil hatte oder gegenüber den anderen Wettbewerbern bevorzugt wurde.
Die Vorsitzende des Bezirksverbandes
Gabriele Kubitzek gab die Platzierungen bekannt.
Die Jury hatte für die Bewertung ein striktes System zur Hand: In sechs verschiedenen Kategorien wurden Punkte vergeben. Bewertet wurde außer den optischen Visitenkarten wie den Eingangsbereichen, Toren, Hauptwegen und den Vereinsplätzen mit ihren Anschlagkästen auch das gesamte Erscheinungsbild der Einzelgärten. Ein besonderes Augenmerk lag auf der Kategorie 3, die den Kern des modernen Kleingartenwesens abbildet: Hier ging es um die rechtlich vorgeschriebene kleingärtnerische Nutzung (die Drittelung der Gärten in Obst/Gemüse, Ziergarten und Erholung gemäß Bundeskleingartengesetz) sowie um gelebten Naturschutz durch ökologische Maßnahmen und das Schaffen von Nistgelegenheiten.
Dass der Wettbewerb auch in diesem Jahr ein voller Erfolg wurde, verdankt der Bezirksverband auch der großzügigen Unterstützung der heimischen Wirtschaft. Die Aurubis AG und die Sparkasse an der Lippe haben die Durchführung mit Spenden gefördert. Diese Mittel fließen in Form von attraktiven Preisgeldern direkt an die Vereine und werden dort zweckgebunden für die weitere Verschönerung und Modernisierung der dem Gemeinnutz dienenden Anlagen eingesetzt.
Die kollektive Anspannung des langen Tages löste sich schließlich am Samstagabend gegen 20:00 Uhr. Zur feierlichen Bekanntgabe der Platzierungen platzte das Vereinsgelände des
KGV „Wethmar“ aus allen Nähten. Repräsentanten und Gartenfreunde aus dem gesamten Verband waren in großer Zahl zusammengekommen, um dem packenden Finale beizuwohnen.
Die mit Spannung erwarteten Ergebnisse wurden im Rahmen einer feierlichen Zusammenkunft im Außenbereich von Gabriele Kubitzek, Vorsitzende des Bezirksverbandes, offiziell verkündet. Jede Platzierung wurde in stimmungsvoller und von großer Kameradschaft geprägter Atmosphäre mit lautstarkem Applaus gefeiert. Bei frisch Gegrilltem und kühlen Getränken wurde im Kreise der Gartenfreunde noch bis spät in den Abend hinein geredet und ausgelassen gefeiert.
Der verdiente Lohn für die geleistete Arbeit lässt allerdings noch etwas auf sich warten: Die feierliche Überreichung des begehrten Wanderpokals, der offiziellen Urkunden sowie der Preisgelder findet wie gewohnt im festlichen Rahmen des traditionellen Vorsitzendentreffens am letzten Donnerstag im November statt.
Text: Sebastian Nohl, Schriftführer
Bilder: Bezirksverband