Bronzemedaille: Kleingartenverein Horst-Emscher e. V., Gelsenkirchen
Im Rahmen des Landeswettbewerbs Kleingärten NRW wurden Kleingartenanlagen ausgezeichnet, die in besonderer Weise für Qualität, Gemeinschaft und Zukunftsfähigkeit stehen. Die Jury bewertete dabei nicht nur das Erscheinungsbild der Anlagen, sondern auch ihr soziales, ökologisches und gärtnerisches Engagement. In diesem Beitrag stellen wir einen der Bronzemedaillengewinner aus Westfalen-Lippe vor und würdigen die Gründe, die zu dieser Auszeichnung geführt haben.
© tbd
Warum die Jury Bronze vergeben hat
Die Jury zeichnete die Kleingartenanlage Horst-Emscher mit Bronze aus, weil sie beispielhaft zeigt, wie eine große, dauerhaft gesicherte Anlage als Teil der Stadtentwicklung wirken kann: gepflegt, einladend und fest im Stadtgrün verankert. Besonders überzeugten das sehr gute Erscheinungsbild des Gemeinschaftsgrüns, die lebendige Nutzung durch die Nachbarschaft und ein stabiles Vereinsgefüge.
Eine Dauerkleingartenanlage mit Geschichte
Horst-Emscher gehört zu den ältesten Anlagen in Gelsenkirchen und ist seit 1963 planungsrechtlich als Dauerkleingartenanlage geschützt. Heute ist sie Bestandteil des städtischen Grüngürtels und liegt – eingebettet in neue Wohngebiete – an einem Standort, der den Wandel der Stadt sichtbar macht.
Mit 144 Gärten auf rund 72.000 Quadratmetern zählt sie zu den großen Anlagen.
Ein grüner Empfang und ein gepflegtes Gesamtbild
Schon der Eingang setzt ein Zeichen: Eine 2018 gepflanzte Allee aus japanischen Kirschbäumen führt Gäste und Mitglieder in die Anlage. Das Gemeinschaftsgrün wirkt mit Rosen-, Stauden- und Gräserrabatten entlang der Wege sehr gepflegt. Zwei erneuerte Kinderspielplätze und zahlreiche Veranstaltungen tragen dazu bei, dass auch die umliegenden Wohngebiete die Anlage als Ort der Begegnung annehmen.
Alltag im Kleingarten: Familien, Vielfalt und Natur
In den Einzelgärten richtet sich die Gestaltung nach den Bedürfnissen der Pächterfamilien – oft ist die klassische Dritteleinteilung noch erkennbar. Blühflächen und weitere ökologische Maßnahmen sind harmonisch eingebunden und stärken die Artenvielfalt. Gleichzeitig zeigt der Verein, wie tragfähig Gemeinschaft sein kann: Wartelisten sind lang, die Fluktuation gering. Bei Neuvergaben werden Familien mit Kindern bevorzugt.
Ein Verein, der Stadt und Garten verbindet
Ein besonderes Beispiel für die Verbindung von Kleingarten und Stadt ist die Teilnahme am städtischen Angebot der „Gießkannenhelden“: Es unterstützt nicht nur das Wässern der Gärten, sondern auch die Pflege öffentlichen Grüns durch Anwohnerinnen und Anwohner. Genau diese Offenheit und Verankerung im Umfeld machen Horst-Emscher zu einem überzeugenden Bronzemedaillengewinner.