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Bronzemedaille: Kleingärtnerverein Friedlicher Nachbar e. V., Minden

Im Rahmen des Landeswettbewerbs Kleingärten NRW wurden Kleingartenanlagen ausgezeichnet, die in besonderer Weise für Qualität, Gemeinschaft und Zukunftsfähigkeit stehen. Die Jury bewertete dabei nicht nur das Erscheinungsbild der Anlagen, sondern auch ihr soziales, ökologisches und gärtnerisches Engagement. In diesem Beitrag stellen wir einen der Bronzemedaillengewinner aus Westfalen-Lippe vor und würdigen die Gründe, die zu dieser Auszeichnung geführt haben.

© tbd

Warum die Jury Bronze vergeben hat

Die Jury zeichnete den Verein Friedlicher Nachbar mit Bronze aus, weil hier ein besonderer Gedanke konsequent gelebt wird: Gemeinschaft und Ordnung im Kleingarten – ohne Abgrenzung, aber mit klaren Regeln. Die Anlage bewahrt ein großzügiges Gesamtbild, fördert Zusammenhalt und verbindet Vielfalt in den Gärten mit einem starken Miteinander im Verein.

Ein Kleingarten ohne Zäune – seit 1953

Die Anlage ist gut 70 Jahre alt und umfasst heute 85 Parzellen. Was sie besonders macht, ist seit der Gründungssatzung von 1953 festgeschrieben: Zwischen den Parzellen gibt es keine Zäune.
Nur niedrige Steinkanten markieren die Grenzen. In Kombination mit alten Obstbäumen und sorgfältig geschnittenen Ligusterhecken entsteht ein offenes, harmonisches Erscheinungsbild, das die Jury ausdrücklich hervorhob.

Vielfalt ordnen und Frieden bewahren

Damit die Freiheit in den Gärten dennoch ein stimmiges Gesamtbild ergibt, arbeitet der Verein mit einer umfangreichen Gartensatzung. Sie achtet unter anderem auf die Dreiteilung der gärtnerischen Nutzung. So gelingt es, die Vielfalt zu bündeln – und den „friedlichen Nachbarn“ im Alltag tatsächlich lebendig zu halten.

Gemeinschaft leben und Vielfalt sichtbar machen

Die Anlage ist geprägt von großer kultureller Vielfalt: Rund 70 Prozent der Pächterinnen und Pächter haben unterschiedliche Nationalitäten. Jede und jeder übernimmt eigene Gemeinschaftsaufgaben – ein Prinzip, das Zusammenhalt schafft. Das öffentlich zugängliche Gemeinschaftsgrün bietet zusätzlich einen Spielplatz, ein Biotop mit Sitzbereichen und ein am Wochenende geöffnetes Vereinsheim.Dort finden auch offene Gartensprechstunden und Seminare statt, etwa zu Themen wie „Igel im Garten“.

Ein Kleingarten, der in die Nachbarschaft wirkt

Besucherinnen und Besucher aus nahegelegenen Kitas und Seniorenheimen sind willkommen, und die Nachbarschaft wird regelmäßig eingeladen – etwa zum Sommerfest mit Flohmarkt und Kinder-programm. Genau diese Offenheit und die klare, gemeinschaftliche Struktur machen Friedlicher Nachbar zu einem überzeugenden Bronzemedaillengewinner.

© tbd
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